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Die erste Drehung des Geburtsmechanismus.
Die erwähnte Bogenlinie ist nicht die einzige Eigenthümlichkeitdes Geburtskanales. Auch das knöcherne Becken scheint für den Durch-gang des kindlichen Kopfes nicht sehr bequem eingerichtet. Um diesnachzuweisen, wollen wir zunächst auf die Richtung der Schamspalteund auf die dadurch bedingte Art des Austrittes aus dem Becken auf-merksam machen. Einleuchtend ist es, dass die Schamspalte den Aus-tritt nur so gestattet, dass sich derlängste Durchmesser des Kopfes derRichtung derselben anpasst. Die Scham-spalte hat ihre grösste Ausdehnungvon vorn nach hinten, d. h. im ge-raden Durchmesser. Soll der Durch-tritt nicht unnöthig erschwert sein, somuss sich der grösste Kopfdurchmes-^\%- 4-t)/jF ser ebenso einstellen, also die Sagittal-
naht in den geraden Durchmesser desBeckens treten.
Man sollte nun eine Fortbewegungdes Kindes ohne Drehung um dessenLängsaxe für das geeignetste halten;man sollte meinen, dass dann auchim Beckeneingang eine Einstellung der Pfeilnaht im geraden Durchmesserdas beste wäre. Ob es nun so besser wäre oder nicht, ist einemüssige Betrachtung, weil die Beobachtung lehrt, dass dies normaler-weise nicht vorkommt. Der Durchmesser von vorn nach hinten istim Beckeueingang die kürzeste Linie und kleiner als die Länge desKopfes von der Stirn zum Hinterhaupt. Die Pfeilnaht muss daherim Beckeneingang immer mehr schräg oder quer stehen undbeim Durchgang durch den Geburtskanal eine Drehung aus-führen.
Den zwingenden Grund dieser Drehung gibt die grössere Breitedes Beckens im Beckeneingang und die Geräumigkeit der geradenDurchmesser und der Anordnung der Muskulatur im Beckenausgang.Eine Vergleichung der einzelnen Durchmesser in den 4 Beckenebenenmacht die Notwendigkeit einer Drehung noch erklärlicher.
Die Durchschnittsberechnungen gut ausgebildeter weiblicher Beckenergaben für den
Horizontalschnitt durch die Beckenweite.
Becken-
Becken-
Becken-
Becken-
eingang
weite
enge
ausgang
queren Durchmesser
13 J /2
12 ty
10 %
11
schrägen „
12 3 /4
13 ! /2
geraden „
11
12 3 /4
11 ^
ll—11 v
Für die schrägen Durchmesser sind in Beckenweite, Beckenengeund Beckenausgang die Ligg. spin.- und tub.-Sacra als Grenze ge-rechnet. Es ist gewiss, dass der Kinderschädel ; welcher für die Passagedurch das Becken keinen überflüssigen Platz hat, immer mehr oderweniger die Neigung haben wird, sich mit seiner grössten Länge, also