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Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
Entstehung
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Dotterblase und Allantois.

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Der Embryo sinkt immer mehr und mehr in den Dotter ein, der seiner-seits sich immer mehr zu einer kleinen Blase zusammenzieht. DiesesStadium stellt die Fig. 37 dar. Je kleiner nun die Dotterblase wird,um so stärker wächst neben ihr ein Nachbargebilde, wieder eine Blaseaus der Leibeshöhle des Fötus heraus, nämlich die Allantois.

Dieselbe ist in den Fig. 35, 36 u. 37 schon dargestellt und mit albezeichnet. Allantois heisst eigentlich Harnsack, und jene Blase trägtdiesen Namen, weil sie das Secret der Urnieren (auch WolffscheKörper genannt) in sich aufnimmt.

Fig. 39.

Menschlicher Embryo der vierten Woche (nach

Kölliker) vergrössert dargestellt,a Amnion, das am Rücken in einer ge-wissen Ausdehnung entfernt ist.1) Dottersack, b' Dottergang, c Unterkiefer-l'ortsatz des ersten Kiemenbogens. d Ober-kieferfortsatz desselben, e e' e" Zweiter bisvierter Kiemenbogen. f Primitives Ohrbläs-chen, g Auge, h Vordere, i hintere Ex-tremität, k Nabelstrang mit kurzer Amnion-scheide. 1 Herz, m Leber.

Ein Embryo von ungefähr derselben

Entwicklung von der Seite und von

vorn. (Nach Kölliker.)

In den frühesten Stadien bildet sich aus dem Mesoderm einWulst, der vom Darmlumen her eine Höhlung bekommt. Man kannden Anfang der Allantois als Ausstülpung (Divertikel) desEnddarms bezeichnen. Diese Seitenhöhlung des Enddarms wächstrasch aus derselben Pforte heraus, welche die Dotterblase mit demDarmlumen des Embryo in Verbindung hält, also durch den Nabel,Die Allantois, welche sich als eine Aushöhlung im mittleren Keim-blatt (Mesoderm) bildet, führt natürlich auch die Bestandtheile des-selben, also Bindegewebe mit sich. Ihre Innenwand aber trägt eineausgesprochene Epithelauskleidung. Schon sehr früh wächst diese Blaseaus dem hinteren Rumpfende hervor und an die seröse Hülle desEies heran, an der sich der bindegewebige Theil rasch verbreitet,während der epitheliale, an der Peripherie angekommen, blind endet(Kölliker).

Von menschlichen Eiern hat man bisher nur solche zur Unter-