Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
191
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Siebenter Abschnitt.191Nach der Bestattung des Königs rathschlagten dieFeldherrn über die Thronfolge. Alexander hinterließ ei-nen Sohn mit Namen Herkules, von Barsine, der Toch-ter des Dartus. Dieses einjährige Kind, das unstreitigvon väterlicher und mütterlicher Sitte den nächsten An-spruch auf den Thron von Persien hatte, wurde wahr-scheinlich aus dem Grunde von der Thronfolge ausge-schlossen, weil die Feldherrn noch nicht an die Möglich-keit der Theilung des großen Reiches dachten. Roxane,eine der Gemahlinnen Alexanders, war schwanger. Alssie einen Prinzen gebar, wurde dieser zur Thronfolge,und Aridaeus, der Bruder Alexanders, zum Mitregen-ten ernannt. Aber Aridaeus war blödsinnig. Perdic-cas, der den Siegelring aus der Hand des sterbendenKönigs erhalten hatte, gründete hierauf ein Vorzugsrechtüber die übrigen Feldherrn und Gefährten die jedoch nichtgesonnen waren, einem Mann zu gehorchen, der mit ih-nen bis jezt im gleichen Range stand. Sie theilten endlichdie eroberten Provinzen, und nach langen Kriegen, wäh-rend welchen die Familie Alexanders und die meisten sei-ner Verwandten ermordet wurden, bildeten sich die Dyna-stien der Ptolomäer in Egypten, und der Seleuciden inSyrien. Griechenland ward die Beute des Kassander,eines Sohnes des Antipater. Acht und zwanzig Jah-re nach Alexanders Tod waren alle Abkömmlinge diesesKönigs und seine Seitenverwandten meistens durchKassander ermordet, der sich nach Vertilgung der herr-schenden Familie bis zu seinem Tode (J. v. C. 298)im Besiz von Macedonien und beinahe aller StädteGriechenlands behauptete.Wie endlich Griechenland, dessen Ruhm mit demTode Alexanders endete, nach langen Fehden zwischenden Abkömmlingen der ehemaligen Gefährten des mace-donischen Königs von den Römern erobert, wie endlichauch Macedonien, Thrazien, Kleinasien, Egypten undSy⸗