Geschichte der Griechen,30und dieser Staat, der durch diese Flüchtlinge eine be-trächtliche Verstärkung erhielt, rüstete sich, dem Ein-fall der Theber in Laconien kräftig zu begegneh. (J.v. C. 369.) Ein Heer von fünfzigtauſend Kriegernward von Epaminondas und Pelopidas gegen Spartageführt. Agesilaus, der mit dem Heere Lacedämonsin Arcadien eingefallen war, eilte sogleich seinem Va-terlande zu Hülfe. Der Zug des Agesilaus nach Ar-cadien, wo blos die Felder verherrt worden waren,hatte dieses tapfere Volk im hohen Grade gegen Spar-ta erbittert. Mantinea war wieder erbaut und mitfesteren Mauern umgeben worden, und die Arcadiervereinigten ihre Krieger mit dem Epaminondas, dessenAbsicht bei diesem Feldzuge die Vertilgung Sparta'sgewesen zu seyn scheint. Er theilte sein Heer in vierAbtheilungen, und griff Lacedaͤmon von vier Seitenan. Bei der Stadt Sparta sollte das Heer sich ver-einigen. Die Arkadier rükten über das Gebirge vonSkiritis vor. Bei Jon stand der Sparter Ischolausmit vierhundert Neodomaden (Leute, die aus den He-loten zu Bürgern aufgenommen waren) und Tegeaten.Ischolaus folgte dem Beispiel des Leonidas; er ver-theidigte den Durchgang, und fiel mit seiner sämmtli-chen Mannschaft unter dem Schwerte der Arkadier.Die vier Abtheilungen des thebischen Heeres wa-ren nun vor Sparta vereinigt. Sie hatten das gan-ze Land verheert, die Fruchtbäume niedergehauen, unddie Dörfer verbrannt. Seit fünfhundert Jahren hatteLaconien keinen Feind gesehen, und die Frauen vonSparta konnten sich rühmen, nie durch den Anblikeines feindlichen Heeres beunruhigt worden zu seyn.Jezt sah man die brennenden Dörfer der umliegendenGegend, und die Verheerung des heranziehenden Fein-des. Die Heloten wurden bewäffnet, und es ward ei-ne Gesandtschaft um Hülfe nach Athen gesandt.Age-
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