Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
34
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Geschichte der Griechen,34bilde gedient zu haben scheint, nicht lange hernach aus-führte.Er hatte die Freundschaft des Epaminondas ver-geblich durch Geſchenke zu gewinnen geſucht, aber ertrat durch Vermittlung des Pelopidas mit den Thebernin die Verhältnisse der Gastfreundschaft, und wardnun förmlich zu einem Bündnisse eingeladen. Er nahmdieses Bündniß an; aber da seine Entwürfe auf Grie-chenland noch nicht zur Reife gediehen waren, spielteer anfänglich die Rolle eines Vermittlers zwischen The-ben und Sparta, und es gelang ihm, einen Waffenstill-stand zu Stande zu bringen, der jedoch nur kurzeZeit dauerte. Jaſon, der mit den Phociern ſo ebeneinen Krieg beendigt hatte, beschloß nun, der nächstenFeier der pythischen Spiele zu Delphi beizuwohnen,und den Vorsiz bei denselben in Anspruch zu nehmen.Er sah diese Stelle als den ersten Schritt zur Unter-werfung Griechenlands an, und hatte bereits eine un-geheure Anzahl Opferthiere, prächtige Weihgeschenke,aber auch sein Heer versammelt, um seine Ansprüchenöthigen Falls durch Gewalt geltend zu machen. Aberunter den Vorkehrungen zu diesem Zuge ward er beider Musterung seines Heeres von einigen Jünglingenermordet, die sich ihm unter dem Vorwande einer Bit-te genähert hatten. Die Nachricht von dem Tode die-ses gefürchteten Nachbars wurde in ganz Griechenlandmit großem Jubel empfangen; ein Beweis wie sehr derGeist dieses Volkes gesunken war, das seine Ret-tung den Dolchen von Meuchelmördern verdankte. (J.v. C. 370.)Obschon Theben durch Jasons Tod einen mächtigenBundesgenossen verlor, so verschaffte ihm dennoch dieSchlacht bei Leuctra eine sehr beträchtliche Verstärkung anMacht und Ansehen. In kurzer Zeit löste sich derfurcht-