11als er ihm rieth, sein wahres Talent erkennend, sich fortan bloßim Humoristischen zu bewegen.Er kam auf den Hieronymus Jobs, und malte dessenRückkunft von der Universität. Das Bild gefiel sehr, und ermalte nun Mehreres aus der Jobsiade. Um diese Zeit, 1838,verließ er Düsseldorf und verlebte ein Paar Jahre in München.Seine Bilder gefielen von jetzt fortwährend und zwei in der königlichenGallerie zu Schleisheim bei München, (zwei Schmollende und dasExamen Jobsens, beides kleinere Bilder), ziehen noch immer dieAufmerksamkeit an. — Im Jahre 1839 starb der Bruder desbekannten Blumenmalers I. W. Preyer, seitdem wohnte erbeständig bei Letzterem. Dieses Zusammenleben mag einen nichtgeringen Einfluß auf beide Maler gehabt haben. Neben deräußersten Durchführung und Vollendung der Preyerischen Blumenund Frühstücke, und bei deren großer Naturwahrheit sahendie Bilder Hasenclever's wie unvollendet, roh und vernach-läßigt aus, er gewöhnte sich nun, durch's Preyers Beispiel an-geregt, an Akuratesse, an umständlichere Ausführung und wurdegewissenhafter. 1840 im Herbst machte er und Preyer eine Reisenach Oberitalien und an den Rhein zurück mit dem Vorsatze, sobaldwie möglich eine Reise durch ganz Italien zu unternehmen. InDüsseldorf zeichnete er außer Anderm das Examen des Jobs vonNeuem und malte es größer. Das Bild gefiel allgemein, und nachdeſſen Ausſtellung in Berlin im Jahre 1842 wurde Haſencleverzum Mitgliede der dortigen Akademie ernannt, der schönste Lohnfür jahrelanges Streben und unausgesetzten Fleiß. 1842 imDecember gingen Preyer und er wieder von Düsseldorf, um dievorgehabte Reise nach Italien endlich anzutreten. Allein inMünchen wurden seine Pläne für die Zukunft gänzlich umgestürzt,die italienische Reise wurde wenigstens für spätere Zeiten aufge-schoben und zwar — durch eine liebenswürdige Münchnerin. DerMensch denkt und Gott lenkt! Diese Reise endigte mit einerHochzeit. Hasenclever kehrte an den Rhein zurück, und hatsich in Düsseldorf angesiedelt. Im Kreise seiner Familie denkter einstweilen nicht mehr an große Reisen.Ich habe ergänzend hinzuzufügen, daß Hasenclever seitdem großen Examen noch folgende Bilder malte: 1. Jobs' Abschiedvon Hause, 2. Jobs' Rückkehr von der Universität unter dem Titel„Der Renomist,“ 3. der Zeitungsleser, 4. der Münchener Bier-keller, 5. die Sentimentale, dann vier Nachtstücke, nämlich: 6. derChristbaum, 7. die beiden grollenden Zeitungsleser, ein Bild vonclassischem Werthe, 8. die Dambrettspieler, voll tiefer Auffassungder Charactere, 9. die Lesegesellschaft. Ferner 10. die Weinprobeim Keller und 11. Politisirende.
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