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Hasenclever's Illustrationen zur Jobsiade
Entstehung
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EinleitunEs ist eine seltsame Sache um den Humor, ich möchte sagen,es geht mit ihm, wie mit jener merkwürdigen und kostbarenBlume, welche alle hundert Jahre nicht länger als einige Stundenblüht, und zwar nur Nachts, also zu einer Zeit, wo für dieWürdigung und Pracht das volle Licht fehlt. Wie sie, hat auchder Humor eine äußerst flüchtige Natur, und ist deßhalb schwierigaufzufassen und darzustellen. Was aber noch schlimmer ist, er hatäußere Wiedersacher, welche ebenso zahlreich, mächtig und schwerbesieglich sind, wie die Mißverhältnisse des Lebens. Sie sind dieNacht, in welcher er zur Welt kommt, die deshalb für ihn oft eineewige ist. Wo aber die Blume zum Lichte erblüht, da entfaltensich Blumenkelche von unendlicher Pracht und Schönheit, daathmen die Lüfte Wohlgerüche, und Balsam fließt von seltenerWürze und unbeschreiblicher Kraft.Es gibt in der Literatur der sogenannten humoristischen Schrif-ten ziemlich viele. Indessen vielen davon, wenn auch nicht ohneWitz und gewisse Poesie, fehlt die Besonnenheit. Sie sind nurin sofern humoristisch, als den Verfassern darin, ohne daß sie es wollenund merken, die Phantasie ins Blaue durchgeht. Sie zu lesenist unerquicklich, nur Kraft tödtend statt Kraft erregend. Es istdarin von jener Wunderblume der Nacht kein Duft zu finden.Auch manchen besseren komischen Schriften, in denen dieVerfasser nicht so leichtfertig ihren Pegasus tummeln, pflegt esan diesem oder jenem zu fehlen; oft ist es die Tiefe, oft dierechte Gemüthlichkeit, Wohlwollenheit, Ruhe, am häufigsten dierichtige Lebensanschauung. Sie sind meistens von den AnsichtenSchwächen und Vorurtheilen der Zeit getragen, vergreifen sichselbst am Ehrwürdigen, kurz glänzen bei faulem Kern nur äußerlich.Solche Schriften, weil sie besonders kitzeln, werden in der Regelso wie sie auftauchen, verschlungen, im Grunde aber gleitet