13ihr Sohn einst würde Pfarrer werden, und Mütter werden wissen,was dieser Ausspruch zu bedeuten hat.Hieronimus, in seiner Jugend schon der Stolz seiner Elternund, er mag schreien oder schlafen, in allen Zügen ein wahresWunderkind, als Knabe ein guter, dummer Junge, dessen närriſcheErziehung und Jugendgeschichte unser Autor höchst erbaulich be-schrieben hat, lernt aus mehr als einem Grunde nichts, und trittendlich in das 18. Jahr, also in eine Zeit, wo man den Kinderneinen Beruf zu geben pflegt. Auch die Eltern unseres Heldennehmen sich diese gute Sitte zu Herzen, erwägen die Talente desKnaben und die Meinung seiner Erzieher, und kommen endlich,da ihnen die erstern noch unentwickelt, die letztern befangen, beidealso unwichtig schienen, zu dem Entschluß, daß es ihr Wunsch seiaus ihm einen Pfarrer zu machen, und so reist Hieronimus alsCandidat der Theologie auf die Universität. Der Abschied istrührend und der Gegenstand der ersten Illustration.eJetzt müßte nach dem Plane des Künstlers alsErstes Bildder Abschied vom Hause, und alsZweites Bildder Fürst von Thoren, die Höhe des Studentenlebens, folgen.Beide Bilder sind aber durch den Stich noch nicht ver-vielfältigt. Bis dahin gehe ich zu dem über, was vorliegt.Drittes Bild.Die Handlung fällt hier wieder in das angeerbte Familien-zimmer, welches uns vom ersten Blatte her noch bekannt ist.Hieronimus kommt als Renomist zu den Seinigen zurück. Erist nicht mehr der lang aufgeschossene Junge, er hat schon angefangenan den Genuß des erblichen Vorzuges seiner Ahnen Theil zunehmen, und steht im ersten Stadium der Dickleibigkeit. SeinAuftreten ist burschikos dreist, was damals mit ungezogen frechgleichbedeutend war. Er weiß, daß er ein vollendetes altes Hausist, durch Pauken und Kneipen**) ein unbedingtes Ansehenbekommen hat, und daher sich überall mehr als Andere heraus-nehmen darf. Er will heute auch seiner Vaterstadt das nie*) Ein Student der die zwei ersten Universitätsjahre beendigt.) Duelliren und im Wirthshaus leben.
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