43penbrock herangezogenen Detachement ging sogleich über undmarschirte längs des Rheindammes nach Emmerich, gefolgt vonder schweren Artillerie, welche unter der Escorte der beiden Ba-taillone der hannoverschen Garde nach kurzer Ruhe aus demLager von Moyland wieder aufgebrochen war. Um 6 Uhr frühhatte der Herzog die Armee ins Gewehr treten lassen, und siein vier aus Infanterie und Cavallerie bestehende besondere Ab-theilungen formirt. Um 11 Uhr erreichte die erste AbtheilungGriethuisen und der Uebergang begann. Die anderen Abthei-lungen folgten und das Defiliren über die Brücke dauerte bisin die späte Nacht, dann folgte die Bagage. Eine unter Gene-ral von Grote aus den Grenadieren in 3 Bataillonen formirteArriere=Garde, der sich das Detachement unter dem Prinzen vonHolstein anschloß, so daß 7 Bataillone und 20 Escadrons, nebstdem Scheiterschen Freicorps, den Lucknerschen Husaren und denJägern vereinigt waren, deckten den Uebergang. Erst den 10.August Abends kam auch an sie die Reihe über den Rhein zugehen, und die äußersten Spitzen mußten sich noch mit einzelnenfeindlichen Streifparteien herumschlagen.Der Marquis von Contades war nämlich bis zum 8.August in seinen Stellungen bei Dahlen und Gladbach ruhigstehen geblieben; er schien den Feind ganz aus den Augen ver-loren zu haben. Am 10. August bezog er ein Lager auf der Bön-ninghardt, zwischen Alpen und Sonsbeck. Eine Avantgarde unterGeneral von Armentières wurde bis Cleve vorgeschoben und fanddie feindliche Nachhut noch im Uebergange über den Rhein begrif-fen. Zu schwach um einen geordneten Angriff auf dieselbe zumachen, begnügte er sich damit, kleine Streifparteien vorzuschiebenund eine Batterie auffahren zu lassen, um der abziehenden Co-lonne noch einige Schüsse nachzusenden. Daß es zu keinem ernst-lichen Zusammenstoß gekommen ist, beweisen die fünf Verwun-deten des Scheiterschen Freicorps und des Bataillons Kielmanns-egge, als ganzer Verlust den die Verbündeten bei diesem Rheinübergange erlitten.Auf den Höhen von Elten bezog der Herzog das Lager,und nahm sein Hauptquartier im Stift. Von hier aus hatte eram 1. Juni den kühnen Uebergang über den Rhein unternommen,hierhin kehrte er nach stark zwei Monaten unbesiegt zurück.Nachdem der letzte Zug die Brücke überschritten hatte, wurde
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Kriegsschauplatz an der Erft und Roer im Sommer 1758 : nebst einer Uebersichtskarte
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