123Altenberg bringen lassen, wo sie beigesetzt worden seien,andere behaupten, sein Körper sei zu Barri in der St.Nicolaikirche beerdigt worden. Das Letztere hat ammeisten Wahrscheinlichkeit für sich.Kam aber auch sein Leib nicht nach Berge, so dochdie Kunde von seinem allzufrühen Ableben, welche diebeiden gräflichen Mönche in die tiefste Betrübniß ver-setzte und das ganze bergische Land in Trauer und Weh-klagen. Mit allem Pompe, den das Kloster aufzubietenvermochte, wurde ihm eine Leichenfeier zu Berge veran-staltet und die Räume des ehemaligen Grafenschlosseswimmelten jetzt einmal wieder von Rittern und Knappen.Adolph und Eberhard aber, welche glaubten, daßsie der ganzen Welt abgestorben seien, fühlten, daß esnoch immer Fäden gab, die sie an's Leben banden, jasie wurden erst recht inne, daß mit der Liebe zu Gottauch die Menschenliebe emporwächst. Gebet und Erge-bung machten auch diese tiefe Wunden verharrschen undder heilige Friede senkte sich wiederum auf diese beidenZwillingsherzen, als nach dem Tode Lothars Konradvon Hohenstaufen, der neue Kaiser, zum Schwerdte griffund überall in den deutschen Landen die Kriegslohe wie-der hoch aufflackerte.
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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123
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