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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
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97Mauern, zu schlafen und zu rasten. Am andern Morgentrat er in die Kirche, verrichtete sein Gebet, hing diePilgerkleider an einem Seitenaltare auf und ging in dereinst für seine Rüstung erstandenen Bauernkleidung vondannen.Leicht schlug ihm das Herz, weil die Zeugen seinerBuße jetzt an demselben Orte hingen, von wo aus ereinst im Ritterkleide auf's Schlachtfeld zog, um dasBlut seiner Nebenmenschen zu verspritzen.Sein Weg führte über die Stelle, wo ihn dieStreitaxt zu Boden geschmettert hatte. Vor seinenAugen entrollte sich noch einmal das Bild jenes bluti-gen Tages und er sagte im Stillen zu sich:Hierwandert dein Fuß über dem Blute derjenigen, die duerschlagen hast. Möge Gott dir die Gnade geben, daßdu in der Nähe dieses Ortes in niedrigen Knechtsdien-sten dein Leben verbringen könntIn einiger Entfernung sah er einen Meierhof vorsich liegen, dorthin lenkte er seine Schritte und fragtenach dem Hofbauern. Dieser war ein kurz angebundenerMann und machte mit seinen Knechten wenig Federlesens.Die hohe Gestalt und das würdige Antlitz Eberhardsaber schienen einen ungewöhnlichen Eindruck auf ihn zu