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Sprachliche Untersuchungen zu Christian Wierstraats Chronik der Stadt Neuss : ein Beitrag zur Sprachgeschichte des Mittelfränkischen im XV. Jahrhundert
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In dieser Bedeutung erscheint tuon im Mhd. nicht häufig,ganz gewöhnlich ist es aber im Mndl., wo doen geradezu indem Sinne von befehlen verwandt wird. Indem icli von denBeispielen absehe, die Grimm Gr. IV M anführt, erwähne ichMaerlant Rymb.

3781 do dede die koninc Pharao

Seinen toveraers doen also.

Flor. end. Blanc.563 ic welle haer te hant doen t'hooft af slaon.

992 die daden die. bome groeien.

Aber auch auf rheinischem Boden ist thun in diesemSinne nicht fremd.

Anseimus boich

579/80 ho dede ouch ir lamen gain

und dede ouch ir doden np stain.

Gotfrid Hagen

1013 si daden da do viande sterven.

Frommann II 310

ick kan bloeme doin bloien.

Dass doin, noch nicht zum Hülfsverb geschwächt war,geht klar aus dem Gegensatze hervor:

Frommann II an

der dit boich schriffof schriven doit.

2. Von diesem thun ist das thun zu trenneo, dass zumblossen auxiliaren Gebrauch dient in der Weise, das der ab-hängige Iniin. zu dem in thun enthaltenen Subjecte gehört.1094 Eysoh deod man zom pulver machen . . .

3108 ind wie sich die hart halden sali doen ind oeven.

Im Mhd. ist dieses tuon sehr selten, im Nhd. hört manes bisweilen aus Kindermund. Auch moderne Dichter, dieden Ton des alten Volksliedes nachzubilden suchen, verwen-den dasselbe. Im Mnd., Nnd. und Nl. ist es ganz geläufig.