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Sprachliche Untersuchungen zu Christian Wierstraats Chronik der Stadt Neuss : ein Beitrag zur Sprachgeschichte des Mittelfränkischen im XV. Jahrhundert
Entstehung
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3. fragend = wannhör. belg. VI I lofl

wanueer wildi mi troosten?Aehnlich hör. belg. VII ]2S , Rein. hist. 5876, f)i). r >:!,7043, 7330.

Die Behauptung Lübbens im ml. Wb. V 59«:Jetzt mirnoch als Fragepartikel und Conjunction (quando) gebräuchlich"ist nicht ganz richtig.

Ebenso wie im Mnd. kommt das Wort auf dem vonMünster südlich gelegenen niederdeutschem Gebiete noch indem Sinne zu irgend einer Zeit vor. In diesem Falle trägtes den Ton auf der ersten Silbe.

vanär kömstu? wann kommst du

he mot doch es vähär kommen

er liinss doch einmal zu irgend einer Zeit kommen

Anmerkung /.u den Temporalsätzen. Auch der dass-Satzin 828 31:

ldt duyrden over sess wecken lanckbylch hedt mans wayll verdrossendat sy schlissen vur ind binden,

(der mit dass eingeleitet ist) wird wohl nicht als abhängigvon verdriessen, sondern von Ldt duyrden, wie 1251 r,->

Meer dan vunffundzwentzich wcclienduysdent, dat man äff moyst brechen

aufzufassen sein. Aehnliche Temporalsätze sind auch im Mhd.nicht selten.

Conditionalsätze.

Das Band, das den Bedingungssatz mit seinem Haupt-satze verknüpft, kann verschiedener Art sein:

1. Weder Hauptsatz noch Nebensatz enthalten Partikeln,welche nachdrücklich auf ein conditionales Verhältniss der

beiden Sätze hinweisen.

1551/52 ind wer dat oach also geschiet

hcd Nuyssz bracht in groys verdriet.

2273/74 bed man do donrekruyt gehat

wer gekeret mii sehyessen dat.