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Sprachliche Untersuchungen zu Christian Wierstraats Chronik der Stadt Neuss : ein Beitrag zur Sprachgeschichte des Mittelfränkischen im XV. Jahrhundert
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419 quaed naeberschafft hui wrede,

51fi der strengh i'usst ind wyssz.

1548 seer grois geschussz ind manichvalt.

Auf hochdeutschem Gebiete ist diese Anordnung selten,um so gewöhnlicher ist sie dagegen im ndfr. und ndsächs.Dialecte.

Syntax.

Bei der folgenden Darstellung werde ich mich hauptsäch-lich auf die bemerkenswertheren Momente beschränken. DieModi sind deshalb nicht in den Kreis der Untersuchung ge-zogen, weil ihre Anwendung sich nicht wesentlich vom nhd.Sprachgebrauche unterscheidet.

Relativsätze eingeleitet

I. durch der, die, dat

610 die Nuyssere loyffden sent Quiryn

der yn dat künde sayssen.

640 o hymmelsch keyserinne, dye du bist gesessen.

18 vyll wonders groyt, dat is bedreven.

Auch die substant. Relativsätze worden nicht selten mitdiesem Pronomen eröffnet

560 die den vurtradt soulden doyn, moiehten u, s. w.

580 dye an van buyssen traden, wurden . . .

Die subst. Relativsätze pflegen in der Regel ihrem Haupt-satze vorauszugehen; dass es aber nicht unbedingt nöthigwar, zeigt folgender Vers:

803 wail mochten aldayr beven

dye moysten in den auxten stayn.

II. Gewöhnlich werden jedoch die substant. Relativsätzeeingeleitet durch: wer, wat. Diese beiden Pronomina gehenstets voran, und ihnen folgt im Hauptsatze ein entsprechen-des Demonstrativuni.

21 werdt wyssen wil, der mach dat suechen.

1351 ind wes yn die heren schreven

van Coln, dar by synt sy hieven.