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Sprachliche Untersuchungen zu Christian Wierstraats Chronik der Stadt Neuss : ein Beitrag zur Sprachgeschichte des Mittelfränkischen im XV. Jahrhundert
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scheiden, hylgh ritter »o, hogh merteler ieso, ein wyssz heralt42,oyn rysch gewyn u. s. w. lassen nicht erkennen, ob wires hier mit der unflectirten Form oder der apokopirtenschwachen zu thun haben. In ein gantze vrede 2702 ist unsaber die schwache Form verbüi'gt.

3. Substaativirt in rijchen ind armen sis, eine Verbindung,in welcher man sonst gewöhnlich das unflectirte Adject. zugebrauchen pflegt, vgl. jonck ind aldi6o |8 i6, an einer Stelleist das erste Adjec. unflectirt, das zweito schwach flectirt jonckin alden 073, ähnliche Stellen bringt der Commentar zumNarrenschiffe S. 360.

Anwendung der starken Form.

1. Nach dem bestimmten Artikel. Für don Gen. undDat. haben wir schon oben S. 81 eine Reihe von Belegengebracht. Nom. der gefruwer knecht ima, dye stoultze heldeess)i'iir den Nom. und Acc. Plur. lassen sich eine Mengebeibringen, der Nom. Sing. Mnsc. ist selten, der Gen. undDat. Sing. Noutr. ist nicht belegt mit einer Ausnahme: desnuws 12.18 (fies Neuen).

'2. Nach dem unbestimmten Artikel. Auch hier lässtsich im Nom. Sing. Fem. das unflectirte und starke Adj. nichtauseinanderhalten.

3. Nach dem Pronomen, wyr koelsche knecht 257, icharmer mynsch 1077, yr gesunde' gelede 119»;

^,4.' In der Anrede: allmechtiger got «37, weidiger mar-schalck 2831-

Werden zwei Adjectiva mit einander verbunden, so kanndas erste schwach, das zweite stark oder umgekehrt das erstestark und das zweite schwach flectirt werden:

die froemen stoltze held n 0die stoultze und fromen y^"

Zwei zu demselben Subst. gehörige Adj. verbindet Wier-straat bisweilen in der Weise, dass das eine vor dem Subst.zu stehen kommt, das zweite, nachgesetzt, durch und demNomen angefügt wird.