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Sprachliche Untersuchungen zu Christian Wierstraats Chronik der Stadt Neuss : ein Beitrag zur Sprachgeschichte des Mittelfränkischen im XV. Jahrhundert
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Flexion der Eigennamen.

Die fremden Personennamen werden entweder

1. unverändert in ihren Formen beibehalten, z. B. Roma-mis daigh :tio, Tiburtius daygh 371, FranciscuB avent sso etc. oder

2. nach deutsche]' Weise flectirt.

Jacobs se, Mieheyls 710, Hupertz 953, Mertyns hos (wo sogarder dem Deutschen eigentümliche Umlaut eingetreten ist),Julianen dagh 1532 u. s. w.

Die Eigennamen auf ius stossen entweder die lat. Endungus ab: Bonifacij 2949 (neben Bonifacius dagh 2 889 oder sie flec-tiren schwach: Egidien dagh 2970; Dat. von Rom: Romen 28-Natürlich hat sich auch der Appellativa die Apokope be-mächtigt. Nusser 732, neben Nassere 2001, Arp 4W (Ace.) nebenDat. Arpen 109,2909, Lumbarden usn neben Lumbart (Plur.)u. s. f.

Die Neigung, neben der starken Flexion noch eine schwachezu bilden, kommt in folgenden Formen zum Vorschein:

Dat. Sing, eren 3, 1871, (aber eer 2701s), keyserinnen oft,ordenungen 1287, letzen 7«, truwen 237, erden 776, 991 > ijlen ;t] «,naturen 664, hoeten ( = husten) 8 os, hoeghden 739,, mayssen i. W 8,meren 1377, hulpen 2535, wijlen 2120, erloesungen 21«, gemieden 2202,dorpen 2530, stymmen 2010, bansen 30 2o, bedeur 3]5S , anbeg yn-nen 2ue, schoelen 2 «i), vyren 1334, wallen 2444 (sonst immer wall).

Gen. Sing, furstinnen 1475.

Nom. Plur. vyanden 1733 (neben oft vorkommenden viant),upsetzen 1003 (aber 2000 in upsatz), knechen 926 (sonst immerknecht), bollwerken 749/

Gen. Plur. armen 62 8.

Wie man sieht sind es hauptsächlich Fem., bei welchenvorzugsweise im Dat. Sing, ein solches Schwanken zwischenstarker und schwacher Flexion bemerkbar wird. Dass auchdie angeführten Masc. und Neutra dieselbe Erscheinung auf-weisen, dazu wird nicht wenig Reimnoth beigetragen haben,im Innern des Verses finden wir fast ausnahmslos die starkenFormen, wahrend die erwähnten Dat. d. Femin. auch inner-halb der Verszeile in der Regel sehwach Hectiren.