42
Anmerkung zur starken Declination.
Neben mit alle;« vlijt 225, mit groissem hunger 1283 , inswaerew moyt 210, van groissem holt 2268 u. s. w. erscheintauch mit vrije« moyt 182, von stoulzew moyt, in roidew bloit etc.Zur Erklärung dieser Endungen werden wir nicht nöthig'haben, einen Wechsel der Construction der in Betracht kom-menden Praepositionen anzunehmen. Wahrscheinlich hat sichhier derselbe Process vollzogen, den wir im Mnl. als liege!,im Mnd. als oft vorkommende Erscheinung beobachten kön-nen, nämlich die Abschwächung des volleren em zu en. Dasadjectivische Pronomen ir ist vollständig im Gebrauche. Wirfinden allerdings nicht selten ir und können dies als die alteGenetivform auffassen, aber wir worden wohl nicht fehlgehen,wenn wir hier Apokope des auslautenden e annehmen.
Gen. yrs wo, Dat. yrem 354. yrm 2«, Fem. yrer. Nom.Plur. yre, yr, Gen. yrer osn (yrre sehr oft, durch Metathesisentstanden), Dat. yren. Als Dat. des Reflexivpronom. ver-wendet Wierstraat stets sich, nicht mehr im und ir.
Im Possessivpronomen haben sich zum Theil die vollerenFormen erhalten: myme 2 857, dyme 2 638, syme ms u. oft.,daneben myin, sym nicht selten. Dem mhd. unser entsprichtunse ohne Suffix, unse ruw 273, uns herren 3715, unsenihereniozo, unsen willen 52. Dat. Plur. unsen heren 259.
Im Pronomen der IL Person begegnet uns aber verein-zelt das Suffix, so 205 uwers moides, ferner bei dem zusam-mengezogenen oer 258,201.
Das Zahlwort der /Jweiheit scheint die Geschlechter nochscharf auseinanderzuhalten.
Nom. Masc. zwen oen, 702, 2108-
Gen. zweyer iau,
Dat. tween 53g,
Nom. Acc. d. Neutr. zwey b85,:847j
Fem. zwae yd, 701, 1007.
Aus der Verbindung tzwen slangen 737 wird man schlies-sen dürfen, dass Wierstraat das Subst. slange (wofür Grooteim Glossar d. Fem. ansetzt) noch als Masc. behandelt.