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Sprachliche Untersuchungen zu Christian Wierstraats Chronik der Stadt Neuss : ein Beitrag zur Sprachgeschichte des Mittelfränkischen im XV. Jahrhundert
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30koufi927, vrythoff: loff^s, brieff: lieft' m) r, , loft': kyrck-

hoff 2B09-

Mhd. /'. Unser Denkmal zeigt grosses Schwanken zwischenden verschobenen und unverschobenen Lauten. Einen sichernBeleg für das erhaltene p bietet der Reim 290 op : kop. Vondem Schwanken im Innern der Zeile zeugen folgende Bei-spiele: wurffen soo> begriffen 222,703, stets hoffen, schiffen, heuffen,offenbar, öffentlich, geoffent; behulffen S4: j p 1!)a3 , royffen eeo, 730,louffen 730, ii38, pyffen 7m, wayffen 2446, geslayffen 2««, "ff (ein-mal) 1078-

Dagegen erhaltenes p in helpen 51, 1020, 2530, roipcn iai,werpen 786,>«2, 2240, loipen 103,202, immer mit einer Ausnahmeup oder op, waepen m, 574, 598, 687, 045, 788, 1055, ns7, dorp 2530,2531,stets Arpe (ein Fluss bei Neuss), aber in Koelhoffs Chr. Arff,'lyep i6Hi, hoep 2608.

Ein Uebergang von ft in cht zeigt sich, wie im Nieder-länd, und Sachs, auch im vorlieg. Denkmale gracht: brachti5!W,2i72, lucht: gesucht 1005 und in achter.

Mhil. pf. Im Anlaute ist immer das unverschobene p ge-wahrt, perd 5», pijl oft, pyffen :!5, plegen 40a, 1883, puntiso,pat 1640 u. s. w.

Ebenso im In- und Auslaute, stoppen: tzoppen (=suppen)12110; puppen: stuppen mu cloppen 698, op: kop 290, kempen 979,scharj) 210, 305 eto., sehymp 818i 2054, nap 203g- Statt mhd. opfer(aus lat. obferre) tritt einmal 2820 die besonders in cöln. Schrif-ten beliebte! Form offer auf.

Mhd. w. In der Verbindung wr 1 , die im Hochdeutschenschon früh (etwa seit 800) ihr anlautendes w verlor, ist deralte Laut noch erhalten: wrechen 208 (g<>t. vrikan, altsächs.wreken ags. vrecan), wreed 412,419 (altsächs. wreth, ags. vrädh).

Unser nhd. Verbum kommen, dessen urspr. kw im Mhd.

1 Das« dieses anlautende wr im XV. Jahrh. im Mittelfrank, nichtselten ist f, mögen folgende Stellen darthun: Koeltoffs Chr. 493 23, 497 22,644 19 wreehen, 298, wrede, 281 29 wretheit, 378 10 wretlick 510 4 , 7GÜ 10wroigen (= rügen) aus der Seelen Trost bei Frommann III 00 wraiohe(= Rache), wrecher (= Rächer), wroginge (= Regung); III 61 wriven(= reiben) aus Schades geistl. Ged, v. Niederrhein, d. lid. d. billig.Machab. S. 238 wreehen.