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Sprachliche Untersuchungen zu Christian Wierstraats Chronik der Stadt Neuss : ein Beitrag zur Sprachgeschichte des Mittelfränkischen im XV. Jahrhundert
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wollen wir übersichtlich die verschiedenen Functionen desWierstraatschen ou und eu zusammenfassen."

ou vertritt I. mhd. ou in vrouwe ouch etc.II. ü in houffe.

III. iu in trouwe. ci*~<"

IV. o ( VocffiAirr d-^cntar) in hoult

V. ,, u in schoulder.

eu vertritt I. den Umlaut von mhd. ou geleuvenII. u heuffen

III. (o vor 1 und Dental)

steultzlich.

Consonanten.

Die Darstellung des Consonantismus soll der Art sein,dass zunächst die einzelnen Consonanten vorgeführt wordenund dann zuletzt eine kurze Uehersicht über den gesaninitonConsonantismus in schier Stellung zum Mir. überhaupt, imAnschlüsse an die Braunesche Monographie gegeben wird.

Gutturale.

Mhd. g. Im Anlaute entsprechen sich beide Laute beiWierstraat und im Gemeindeutschen. Unbeeinflusst vom Ober-deutschen hat sich wie im sächs. altes k erhalten in klocke618, 6»4, mhd. ist Erweichung des (alten) k eingetreten. ImPraeteritum von legen und sagen wird nach Syncope des 1aus g vor t die tonlose Spirans., also gelacht: gewracht 4112, ge-gesecht: knecht 2 noi und oft ausserhalb des Keimes. Im Aus-laute geht g nach dem Nasal n in k über, konynck 701, 2817-Im Inlaute schwindet bisweilen das g, plyet: niet 40a, daydong(= tagedinc) 1S j5 9 u. s. f. Das graphische Zeichen für g istmeistenstheils g, daneben vor e, i, y oft gh, jedoch herrschtjji der Anwendung keine Consequenz , gheven 255, geyfft 277 ;unvertzaghde 503, uiivertzagden 057; gheim 778 , gein 8 oi etc.

Mhd. k. In brugge 453, 450, 701 wird das gerucindeutsc iekk durch gg wiedergegeben, doch findet sich 443 brücken