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Sprachliche Untersuchungen zu Christian Wierstraats Chronik der Stadt Neuss : ein Beitrag zur Sprachgeschichte des Mittelfränkischen im XV. Jahrhundert
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Der sogenannte Rückunilaut tritt nicht bloss bei denurspr. langen Stämmen auf wie gemalt (von melden): mannich-valt losi, verbrant: hant nsi u. and., sondern er begegnet unsauch in kiirzsilbigen Stämmen, so besonders im Verbum legen,nacht (Sing): gelacht 153, belacht: macht 129.

Ein Ausnahmefall ist zu erwähnen 982 beiechten: vech-ten (Inf.). Einen Uebergang des gemeindeutschen e zu i vorLiquiden zeigen: mynsch i», 3.41 Ui oft. gemyrckt: gewyrckt nos,ausserhalb des Reimes myrcken 954 und 1020, myrcklich 2006.Das mhd. Praefix ent '< hat bald die Form ent 1343, 2000 etc.bald unt 247s, ist» u. s. w.

In folgendem Worte hat unser Dialeet den urspr. Vocali erhalten, wahrend das Gemeindeutsche ihn zu e gebrochenhat myssz ( = Messe): gewisz iW8 , versumeniss: myssz 2347. Nebenhelle noii finden wir die dem Sachs, analoge Form hülfe 1029,10K1. hulfer 2224, deren u auf den Eintluss der folgenden Liquidazurückzuführen ist. Vorzugsweise im Mfr. und Ndfr. (cf. Wein-hold mhd. Gr. i; 405) ist die auch in unserer Chronik vor-handene Pluralform willen 40s, 002, ei~, 2224 verbreitet.

Mhd. i. Statt des mhd. i zeigt sich e vor den Explosiv-lauten und vor v (aus bh entstanden) gerade wie im Sachs.,von wo aus dieser Vocal auch in die mtl. Dialecte eindrang,wrede: sede 419; steed: meed ( = mit) 2335, vreed: meed -myT,'-ausserhalb des Reimes weder 54.1, gelede um, smet \\%\. Fernere statt mhd. i vor s u. deser 20«, 277 , vor den Liquiden 1, m,11: spel/Bat, hemel 005, brengen 12s- Das alte i im Neutr. desPron. persoii. ist noch erhalten idt 2045,12*5 (bezeugt durch dasAkrostichon), daneben 011340,1.130, für das uns gleichfalls dasAkrostichon Gewähr bietet. Unter dem Einflüsse der folgen-den Liquida entwickelt sich u aus i in umber ö B 7, fünf .1511 u . art.

Mhd. <>. Altes a, im Mhd. zu 0 getrübt, hat sich erhal-ten in wayll ( = wohl): overall ei- schall 97: overtall 44s; fernerin sali (=soll): gemall 3151, oft innerhalb des Verses; in van(cf. Grimm Gr. III 202) sehr oft; in haylen (alul. halön, ver-wandt mit griech. xaXelv); nicht auf altes a geht apen:waopen 1171 zurück; statt des o in woche, das im Mhd. durchEinwirkung des vorhergehenden w sich entwickelte, haben wir