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die Neigung zeigt denselben Gegenstand zwei oder drei Malauf verschiedene Weise darzustellen, so verzichtet er dochliier und da auf eine ausführlichere Darstellung oder verweistseine Leser auf andere Quellen:
2036 dair van will ich im swijgen still.
2901 meer mach ich niet dair äff sagen.
2920 vill zo sjjrechen will ich mijden
21 ff. werdt wyssen wyl, der mach dat sueohen
in alden ind in nuwen buechenouch in gemeels up manchen duechenin taeftlen und wenden hart.
Aengstlich besorgt, er könne durch sein Werk Anlass zumAergerniss geben, versichert er ausdrücklich, dass er seine„Rede" Niemandem zu Leid, zu Spott, zu Holm geschriebenhabe (3066) und bittot alle Leser, seine gute Absicht nicht zuverkehren.
Die realistische Ausmalung erstreckt sich bis auf die ge-ringfügigsten Einzelheiten, er erzählt uns mit behaglicherTreue, wie die Bürger von Neuss gezwungen wurden, Pferdezu schlachten, nun ass man die Lebern, die Lungen und dioZungen, gerade so, „as offt ossenvleysch gewest wer"; vamsmalz man uyss den perden bracht, wurden vette zopjien ge-macht. Während der Fasten musste der Genuss des Pferde-fleisches unterbleiben, und mau begnügte sich nun mit Honig,Oel und Erbsen , aus den Stadtgräben holte man Schnecken,dazu suchten sich die Neusser allerlei „wunderlichs kruyt"zu Gemüse. Der Schilderung widerwärtiger Scenen, wie siewohl jeder Krieg darbietet, enthält er sich im Allgemeinen;seine Darstellung gewinnt dadurch einen Vorzug vor anderenDichtungen, die ungefähr gleichzeitig auf benachbartem Bodenentstanden sind (so z. B. das „Liden der h. Machabeen" inSchade's geistlichen Gedichten vom Niederrhein) und die durchdie Unersättlichkeit in Ausmalung von Gräuelscenen sich denNamen „Schlachthauspoesie" nicht mit Unrecht erworbenhaben.
Mit grosser Vorsicht, um nicht allzu zartfühlende Leserzu verletzen, leitet er die Schilderung von dem bereits er-wähnten Fässer-Bombardement ein: