C ERFURTER JUDENKID 467
zeigt ferner, dass die zweite lal. formel stark verderbt ist: el per arcumbis haccepit gehört unmittelbar hinler Israel, dass der jude bei der arcafoederis schwört, scheint passender als ein eid bei dem regenbogen,welchen goll als Symbol seiner Versöhnung mit der gesamten menschheiterrichtet halle.
Die vierte form der zeit nach und die älteste deutsche a ist dievorliegende erzbischof Konrads von Mainz (1161 —1165 und wieder1183—1200). ich reihe daran ß von Sievers aus Oxford mitgeteilt,
cod. Laud. inisc. 237 — über die hs. s. ESievers Oxforder benedic-tinerregel (1887) s. m—ix — bl. 193 b 'eingetragen von einer handdes XIII jh.'
Der judin eit. ar (?) man wilt. alsus geit. !Des dich de man
zfet, des bis du unsculdich. 2 sö dir lielfi de god de di erde gcseüp
unt den himel üf hup, de giscüph laub unde gras, des da e nit inwas.
[ 3 0ve du unreine sveris, so müzis du virsinkin alse Sodoma undeGomorra.] J Ove du unreine sveris, s6 müze dich di erde virslinden alse
Dalhan und Abiron. 5 Ovo du unrethe sveris, so müzin dir sutchin quin-que libri Moysi.
in der hs. 1 der 2 De gi scuph
ums a gegenüber erweilerung ist, habe ich eingeklammert, zwischen4 und 5 fehlt der aussalz Naamans und die geselze auf Sinai. denneuen reim in 2 wird man bemerkt haben.
y Görlilzer hs. des lehenrechls, 'auf dem der anfangsseile gegen-über stehenden pergamenlblalte', XIII jh. Höfer bei Dorow aao.s. x anm.
> Des man dich suldich, des histu unsuldihc. 2 [) az jj r g 0 ( z ß ] ie ]fj
der himel unde erdi giscüf unde loub unde gras [ 3 unde als dir ginäd Adonayunde sine ginßdiclü golheil] 4 unde als du di e niinmir müzis bihaldin, digol gap Moizi üf dem hergi zu Sinay an der slenin tafilin. 5 op du
nicht reht unde war habis, zo muizi dich ani gen daz vreisliche gisucli,daz Gezi ane ginch, dö her di gabi von Naaman unlphinc. ü op du nihlrechli unde war habis, zo müzi dich du erdi virslindin unde daz für vir-brennen, daz Datan unde Abiron verhranli und ir nami (?virslanl?).7 daz swerstu üffe den fünf büchin Moizi [bl dem gote Abraham Ysaacunde Yacop].
3 seiii 5 di] dv 6 wäre wirslindin
d aus dem codex Valic. Pal. 288 f. 158 b mitgeteilt von KBarlschdie alld. hss. der Universitätsbibliothek in Heidelberg s. 186", der freilichim gegensalz zu dem römischen catalog «.73 (wo XIII jh. angegeben steht)und wenig wahrscheinlich den einlrag einer hand noch des XI jh. zu-schreibt:
[l'rimo monendus est el conjurandus pontifex judeorum lali modo:Moneo el conjuro vos — demonslrelis librum in quo judeus debeal juraresecundum legem veslram. ' Umbe solich guol da mich diser man umhehal beclaget, daz enweiz ich noch enhÄn ez nihl noch nehein min gewall,in erden verborgen noch in müren vermüret noch mit sliizzelcn beslozzen.]
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