I DAS WESSOBUUNNER. GEBET. 251
Cod. lat. 22053 (Wessobr. 53), cimel. 20 der k. bibliothek zuMünchen aus dem ehemaligen klosler Wessobrunn in Oberbaiern, überde invenlione s. crucis cum aliis variis, 100 bl. Mein 4°— am Schlüssedie annalislische noliz Ali incarnalione domini anni sunt DCCCXUU —,enthält das gedieht auf bl. 65 b . G6 a unter der Überschrift De poe.ta. UPezthesaurus aneedolorumnovissimus] (Auguslae Vindelicorumet Graecii 1721),417.418. monumenla boica VII (Monachii MDCCLXV1), 377. FDGrälerDragur 5 (Leipzig 1797), 118 — 155 mit einem faesimile vom palerEllinger. UJDocen miscellaneen, München 1807, 1, 20—25; 2, 290.
291. die brüder Grimm die beiden ältesten deutschen gedickte aus demachten jh.: das lied von Ilildebrand und TIadubrand und das Weifsen-brunner gebet zum erstenmal in ihrem metrutn dargestellt, Cassel 1812,s. 80—88. WWackernagel das Wessobrunner gebet, Berlin MDCCCXXVII.MAGesserl de codice Wessofonlano (mit faesimile) in Naumannsserapeum 2, Leipzig 1841, 1—8. Silvestre palcographie universelle.qualrieme parlie, Paris 1841, faesim. KMüllenhoff de carmine Wesso-fonlano et de versu ac stropharum usu apud Germanos anliquissimo,Derolini 1861. WScherer in der zs, für die österreichischen gym-
nasien 1870, 53 — 59. die verse sind in der hs. nicht abgesetzt, aberdurch punkte, oft auch in der caesur, so abgeteilt, dass unsere Inter-punktion sich genau daran anschliefsen konnte, aufser v. 2 (s. anm.), v. 7,wo ein punkt die zeile schliefst, und v. 9, wo die halbzeilen nicht ab-geteilt sind.
Den inhall der hs. verzeichnet Gesserl. nach Scherers Untersuchung 252besteht sie aus drei ursprünglich verschiedenen teilen, der mittlere teil,von bl. 22*—66 1 ', eine arl geographie des heiligen landes, theologische ex-cerple zu prediglzwecken, metrologische und geographische nolizen unddergleichen über die sieben arles liberales, zum teil mit deutschen erklär-ungen (Germ. 2, 89 — 95), zuletzt das gedieht enthaltend, darf für einsder ältesten denkmäler gelehrter Studien in llaiern gelten, wenn auch derauf der ursprünglich leer gelassenen seile 66 b von einer andern handnachgetragene freilassungsbrief cum licentia Riholfo magislro noslro eirege noslro Carolo aus den jähren 788—S00 nicht unbedingt beweist, dassdie vorhergehende samlung noch im achten Jahrhundert geschrieben ist,da die Urkunde nicht notwendig hier zum ersten male aufgezeichnet wordenist. durch die Überschrift De poela sollte das gedieht den bemerkungen
DENKMÄLER II. 1