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2 (1892) Anmerkungen
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464 XCIX SCHWÄBISCHE TRADFORMEL

vgl. dazu Laislner anz. 9, 94, welcher darauf hinwies, dass die Rudlieb-stelle die Schilderung unserer formel ergänzt, insofern sie berichtet, wasder bräuligam mit den ihm übergebenen Symbolen vornahm, klar ist indem letzten verse die angegebene bedeulung des Schwertes ausgesprochen,der ring aber wird wie in C und wie gewöhnlich (RA. 177/. 432) vondem bräuligam der braut übergeben, von den anderen Symbolen findensich in AB spata wanto crosna, ebenso in C gladins cirolheca clamis;schwerl und manlel in demselben sinne wie hier, der handschuh aberin anderem, da er hier nicht, wie Friedberg aao. s. 369 annimmt, Symbolder Übergabe, sondern einfach wie RA. 154. 155, 3. 4 pfand ist. auchdie feierliche Verkündigung der widemimoche trifft man sonst kaum,was nun den inhalt der sieben (über die siebenzahl im recht RA. 213.214) gelöbnisse betrifft, so ist zunächst hervorzuheben, dass dem erstenein ähnliches in D entspricht, worin der bräuligam erklärt, dass er diebraut on visan geornige, piit he hi äfter godes rihle healdan ville, sväver his vif sceal, vgl. mit der Schlussformel die hier gebrauchte so vonrchle ain vii Swäb ainer vrien Swäbin sol und die ganz ähnliche friesischebei Richlhofen rechlsquellen s. 410" alsoe di fria Fresa minor frte Fresinneschulde, die formel näh Swähe e, näh Swäbe rehte werden wir in derzu erwähnenden Urkunde Friedrichs 1 wiederfinden, die wendung als icen Swähe herschepte bän unde in des chuniges riebe liän ist auch zu IVund V zu wiederholen, über das zweite bis sechste gelöbnis bemerkte ichin der ersten ausgäbe des vorliegenden buches, es müsse schwäbischesitle gewesen sein, der braut den ganzen tresen zur dos zu verschreiben,worunter man wohl das zu verstehen habe, was zb. in der aufzählungdes 'erbegutes' im Augsburger sladlrecht (ChMeyer das sladlbuch vonAugsburg s. 151) allez verworhtez golt unde verworhtez silher genanntwird, die übrigen Versprechungen seien allgemein gehallen, ohne angäbeirgend eines quanlums, und specialisierten nur das vermögen des mannes,indem sie aus jedem bestandleile desselben einen beilrag zum willumzusagen, der libellus dolis habe dann das nähere enthalten, unberechtigtdehne Zöpfl rechlsgesehichle § 89 6 n. 15. § 91 n. 16. 27 was von demtresen gesagt werde auf alle angeführten gegenstände aus und sprechevon der beslellung der leibzuchl am gesamten beweglichen und unbeweg-lichen, gegenwärtigen und künftigen vermögen des bräutigams. dieseauffassung wird von Schröder 2, 1 (1868) s. 72 geleilt, aber geradeer bringt eine parallelstelle bei, welche mir dieselbe zweifelhaft macht,in dem heiralsverlrage Friedrichs 1 mit Alfons von Castilien vom j. 1188(MG. LL. 2, 565), wonach des ersleren söhn Konrad die lochter desletzteren heiraten soll, heifsl es vom bräuligam: et dabit ei donalionempropter nuptias, quae vulgo dicitur apud Romanos doaire, apud llispanosarrbas, vitlelicet. lotum alodium quod conligit eum tarn a nobis (sc. impera-tore) quam a nobilissimo patrueli meo Frederieo, quod est in episcopalullerbipolensi et Francia orienlali, in provinciis Sunlveld et Riez appellalis,in Suevia et inter Rlienum et Sueviam situm . . . secundum usiim et con-suetudinem Alemanniae. anderes allodialvermögen aufserdem besafs Konraddoch wohl nicht? sollte man darnach nicht auch hier, wie man dem