XCVIII NIEDERDEUTSCHER GLAUBE 461
XCVII1 NIEDERDEUTSCHER GLAUBE.
Marci Zuerii Boxhornii hisloria universalis (Lugduni Balavorum1652 — die erste ausgäbe von 1651 war mir nicht zugänglich —)p. 101: Anliquitatis stutliosis rem non ingratam facturum nie opinor, sieam hie ex antiquissimo codiee MS. bibliothecae Palalinae olim descriptam(sc. symboli versionem: er hat soeben von der allen Sangaller LVII undvon einer angelsächsischen gesprochen, die mit jener Freher herausgegeben)ego hie exhibeam. darauf teilt er zuerst jene beiden Freherschen unddann die vorliegende glaubensformel (ineditam vetustissimam symboli apo-slolici germanicam paraphrasin ... ex codiee membranaceo antiquissimo)s. 102/ mit. die hs. dieser war also nach Boxhorns Versicherung einePfälser, nicht, wie Mafsmann abschw. s. 39, der nur Eccards ab druckcal. theol. s. 86/7'. wiedergab, behauptet, die des von Freher heraus-gegebenen ags. glaubens. HFMafsmann abschw. (1839) nr. 13. die vonBoxhorn gesetzten großen anfangsbuchstaben liefs ich unberücksichtigt.
5 theter ge] hochd. der dir ie. der ganze salz ist offenbar sehrverderbt: um das richtige herzustellen muss 1c bis suno gestrichen unden oder ende für tliat he gesetzt werden [diese bemerkung bezieht sichauf den Zusammenhang, nicht auf die grammalische slruclur des Satzes:dadurch wird die gegenbemerkung von ÜKern laal- en lellerbode 6 (1875),210 hinfällig, seine erörlerungen aao. waren überhaupt für mich wenigüberzeugend; erwähnen will ich nur, dass er den Ursprung des denkmalsnach Werden verlegen möchte]. 8 nötthrullbe d. i. nötlruhte (vgl.
zu XXXIII, C b , 14) nöllhurfte. 16 ne] vgl. ge für ie. 18 aucie =
ancilie ansihe ansehe? dieses worl würde nur hier vorkommen, wenn&22es nicht jüngere niederdeutsche quellen noch aufweisen, vielleichtancit = ansihl? 23. 24 Scherer sagte 'die meinung des Schreibers war
etwa: deren ich eine grofse menge habe und wovon ich nichts unter-lassen (furmelne für furmeden ne) habe, aber ohne zweifei ist dies blofsmisversländnis eines andern dem lateinischen genau entsprechenden ge-dankens, dessen ursprünglichen worllaul ich jedoch nicht zu bestimmenwage.' aber er hatte die in den Boxhornschen drucken von 1652 und1675 und noch bei Fccard stehenden worle en there du geböl babbeebenso übersehen wie Mafsmann. fügt man sie dem texte ein, so bietetdieser eine ziemlich genaue Übersetzung des lateinischen s. u. (ther icmikelig habbe = oinnium). dann gäbe ende sin nuet furmelne babbewieder et ultra non iteravi, so dass zunächst zu denken wäre an endesin nüet für nielne habbe. da jedoch sonst die parlicipia prael. hierimmer mit -ge componierl auftreten (abgesehen natürlich von fundin 2. 28)— darum kann ich auch Kerns Vorschlag aao.: ende sin (=sint, sit) nuetfurmel (=frumet) ne babhe nicht billigen —, so dürfte richtiger zu schreibensein ende sin (oder sin mit Kern?) furnüet (mhd. verniuwet) niet ne habbe.
Honor. Augustodun. spec. eccl. f. 17 b : Simbolum fidei. Credo indeum patrem omnipotentem creatorem caeli et terrae [et tolius crealurae].