450 XCIV BENEMCTHEURKR GLAUBE UND BEICHTE II
149, 19. 247, 6) gole ist noch einmal mit der schwachen flexionsendungdes regulären almahtigen versehen worden, ebenso zs. 23, 349, 22.30 uuzttliciieme: dh. zu verbotener zeil.
XCV WESSOBRUNNER GLAUBE UND BEICHTE II.
Cod. germ. 5248, 5 der k. bibliothek zu München, zwei pergament-bläller des XII jh. Idein folio, wahrscheinlich der anfang einer predigl-hs. nur l b , 2", 2 b ursprünglich beschrieben, auf die erste leergebliebeneseile ist nachher ein brief des kaisers Friedrich I an den bischof vonAugsburg aus dem jähre 1162 (MG. LL. 2, 132/.) eingetragen. 'Haecduo folia' bemerkt Docen 'praefixa erant codici Wessofont. quo praeteralia conlinentur Hb. consueludinum cum praefal. Willehelmi abbalis.'das ist dm. 22032. BJDocen miscellaneen (1807) 1, 16. 17 (z. 1
bis almahtigin und z. 20—49). FKeinz Münchner Sitzungsberichte 18691, 543—546. PPiper die Schriften Nolkers 3 (1883), 396—399.
im glauben und im anfang der admonilio setzt die hs. einigelängezeichen: nach getan kit tot an gestern rtot usw. für ou steht inder hs. ö.
13 ze laiin meint z'ertailn, das r hat der Schreiber nicht gehört,vgl. unten zu z. 35. manchunde] misversländnis des Schreibers, dessen
Sprachgefühl unsicher durch nn für nd Weinhold alem. § 204 s. 173;baier. § 171 s. 177. 39 liebs] vgl. zu LXXXVI B, 2, 5.
Das vorliegende denkmal ist merkwürdig durch die treue, mit welcherder schreiber die ausspräche des gewöhnlichen lebens wiedergegeben hat:alle unwillkürlichen aphaeresen syncopen synaeresen assimilationen derrede finden wir streng phonetisch durch die schrifl ausgedrückt : 10 errstuonl, 15 unle sunes für unt des sunes, 17 isse für ili se, 22 sw&rfür swa er, swa ir, 23 iu rtot, 24 unte rgebit, 40 die nbhielt, 47 desrgibi für des ergib ich. 35 an daneben hat er vermutlich das mit demvorhergehenden n zum gutturalen resonanten verschmolzene g von gdan-cben nicht gehört, vgl. zu 13. formen wie 45 psluonl, 41 bhaltin,40 bbielt sind vollständig heuliges baierisch-österreichisch, die starkensyncopen dieser mundarl waren also im Uli jh. bereits vorhanden, vgl.auch 43 von rebt, 24 got für gole. eine Schreibung wie des rgibi aberlehrt uns 7 restarb, wärre, anderre udgl. für erstarb wArer anderer ver-612 stehen, in der ausspräche vorhanden ist dabei weder er noch re, son-dern r-vocal, der bald diese bald jene graphische auffassung erfährt,einem ähnlichen Vorgang (vgl. zu XXXVI, 4, 8) verdankt das en für neseine enlslehung. solche auffassung und deulung kann auch ohne ver-mittelung der schrift sich im gehör vollziehen und dann in die wirklichespräche eindringen.
Das denkmal, so wie wir es besitzen, kann nicht aus einer handhervorgegangen sein, mindestens die admonilio 20—26 mit ihrem rnas-