Druckschrift 
2 (1892) Anmerkungen
Entstehung
Seite
446
Einzelbild herunterladen
 

446 XCI BAMBERGER GLAUBE UM) BEICHTE

sündennamen, dort die verschiedensten ausdrücke für die Seligkeit deshimmels, für die schrecken der holte heraussprudelt, machen die idenlilätunseres Verfassers mit dem von 'himmel und holte' XXX höchst wahr-scheinlich, es kommt dazu Übereinstimmung im ausdruck (zu z. 174),in einzelheilen des Sprachgebrauchs (zu z. 214), insbesondere die auf-fallenden abweichungen von dem regelrechten genus der subslanliva: vgl.zu himmel und holte 170 und hier die masculina (kaum neulra) liuval-hcil 138, busheit 156 wie im angelsächsischen (daneben feminine com-posila mit heil z. 158. 168. 182. ebenso feminina auf -ida und neulraauf -idi neben einander), dann das masculinum (oder neutrum?) ächusi118 (neben achuslune s. 214), die neulra niichilhohi 117 und sogar, wiees scheint, guotlal 230. dass diese dinge nicht dem Bamberger Schreiberangehören, ergibt sich aus der hs. W, welche, obwohl aus einem älterenlexl abgeleitet als IS, dieselben schon voraussetzt, indem sie ihnen aus-weicht (varr. zu z. 118).

XCII SANGALLER GLAUBE UND BEICHTE 111.

Hs. 338 der stiftsbibliolhek in SGallen, 798 s. 4°, Xfli. (s. ScherrersVerzeichnis s. 118), enthält hinter einem graduale auf der ursprünglichleeren s. 304 das glaubensbekenntnis, welches erst im XII jh. eingetragenist. Hllaltemer denkmahle des millelalters I (1844), 330. ESlein-

meyer zs. 17 (1874), 449. PPiper zs. f. d. phil. 11 (1880), 274 (ohnejedes ergebnis). die acute und circumflexe der hs. über diphlhongen

und einfachen vocalen lasse ich unberücksichtigt, ebenso mehrere grofseanfangsbuchslaben und die durch abbreviaturstrich bezeichneten gemi-nalionen des in, welche regelmässig im dal. sing. masc. deme sowie inuierzgosteme z. 11, gemainsämi z. 14 und säminl z. 19 stattfinden, fürou steht wiederholt 6.

1 tdifle: vgl. Weinhold alem. gramm. § 59. 2 ainin: über alem.ai für ei s. Weinhold § 49. 3 aininborn: vgl. KRolhs pred. s. 77

. . . der liimiliske vater sfnen einen hörn sun . . . sanle, Schönbachaltd. pred. 3, 14, 15 sant ich zuo ziu minen einen born sun, 220,32 daz er im siuen einen born sun ze opher prahle. 11 vvaire: über

3ai für ä Weinhold § 49. 12 ubir leibinde unde ubir tötin: zu dieserVerbindung starker und schwacher flexion vgl. XCVII, 38 mit anm. unddie von OErdmann grundz. §80 beigebrachte Freidanks teile 156, 10beide alle unde jungen.

Den vorliegenden glauben, den Münchner (XCVII) und die im excursdazu mitgeteilten Wiener, Linzer und Lambacher fasse ich als 'gemeinenlexl' zusammen, die unterscheidenden merkmale desselben, die freilichnicht bei jeder fassung insgesamt eintreffen, sind: die erwähnung der Ver-kündigung; der salz (die himmelfahrl sei geschehen in yegenwarl) 'aller,