XCI BAMBERGER GLAUBE UND BEICHTE 443
15,9. 18,9. undie«. 32, 52, 20. undur »6. 53,56. 59.54,94. 56,162.umhi ib. 53, 63. undes ib. 54, 79. under ib. 54, 96. 55, 123. 135. 136.unden ib. 54, 97. undiu ib. 54, 109 usw. 186 üngivägide 'Unersättlich-keit', vgl. Graff 3, 419. 420. 192 virchronide 'geschwätziglceit', vgl.Graff 4, 613. 200 üngelieliede wohl 'unenthaltsamkcil'. 214 Äclm-stönc] vgl. tugidöne z. 215; XXX, 53; moindalune z. 233: Hahn mhd.gramm. 1, 85. 215 vüreburtsami wird nichts anderes als das ein-fache vureburt (Graff 3, 146. 147) bedeuten; ebenso giliellesami z. 225dasselbe was gihelli Graff 4, 858. 221 anizide] vgl. anazunga Grajf1, 339.
Die kriterien, nach welchen im Wessobrunner glauben (XC) Inter-polationen angenommen worden, sind die folgenden: 1. anrede gottes ingebetsweise (z. 2. 4. 45. 63/'.) wie in der darauffolgenden beichte. 2. dieformel ih gelouba l'asto im beginn eines neuen arlikels (z. 4. 33). inner- 605halb des salzes und am ende des ganzen zusammenfassend steht sie imechten lexl z. 62. vgl. auch die beichte z. 68. 3. enllehnung der aus-drücke aus dem echten texte des glaubens (z. 33/". aus z. 14) oder ausder beichte (z. 45—47 aus z. 68—70) oder Wiederholung eigner bereitsangebrachter salze (z. 64 aus z. 4 f.). 4. fehlen der betreffenden stellenim Bamberger und zugleich im ältesten lexl (z. 24 f. 33 f.). dieser letz-tere umstand kann jedoch nicht darauf beruhen, dass die interpolalionenin den Wessobrunn-Wiener lexl (W) später als in den Bamberger (B)gekommen wären: denn z. 33 f. wird auch von dem zweiten und drittenkrilcrium betroffen und dadurch derselben band zugewiesen, von welcheralle übrigen zusälze herrühren, es ist ferner in B der zusatz z. 45—47um einen neuen vermehrt, so dass jener irgendwie als solcher kenntlichgeblieben sein muss [?]. man sieht sich mithin gezwungen, entwederanzunehmen, Wund B seien aus einer hs. geflossen, in welcher zusälzean den rand geschrieben waren, oder der Verfasser von W habe seinwerk erst erweitert, dann einer vollständigen Umarbeitung unierzogen,gegen die zweite annähme ist der gemeinschaftliche fehler beider hss.(z. 49 W, z. 11 B) ein starkes aber kein entscheidendes argument.[B konnte sehr wohl das unpassende des Zusatzes z. 33 f. einsehen undihn selbständig fortlassen, ebenso die Interpolation z. 24 f., falls es siewirklich vorfand, da der umfängliche einschub B 6—36 über die zweinaturen in Christo sich genügend verbreitet halte. Scherers soeben miteinem fragezeichen versehenes argument ferner ist nicht slringenl. ichglaube daher, dass beide texte auf einem interpolierten exemplare be-ruhen.} der grofse in H hinzugekommene abschnitt über die trinilälund iucarnalion erhebt sich nicht wesentlich über den vorstellungskreisdes athanasianischen symbolums. die aus W erkennbare grundlage desganzen ist der alle lexl (s. zu LXXXIX) mit beträchtlichen erweilerungenin der lebens- und leidensgeschichte Christi (z. 14—33) und am schlussüber die Sündenvergebung (s. 47—52) und die Vergeltung nach dem lode(z. 52—60), dann mit einem kurzen anhange (z. 60—63). der eingangwird aus einer hs. des allen lexles gelreu wiederholt sein, obgleich die