LXXXVI C PREDIGTEN 427
Linien bloß (i mm. beträgt, in A ist auf jeder seile die oberste unddie unterste, unbeschriebene, zeile über die senkrechten hinaus von einemrande bis zum andern mit dem griffet geritzt, in C geschieht dasselbemit den beiden obersten und den beiden untersten zeilen, von denen in-des keine leer bleibt, doch all das spricht nur für verschiedene Schreiber,nicht für verschiedene hss. A und C. denn die höhe von C, 3 ist genaugleich der von A, 1.4, nemlich 27 cm., die cntfernung der obersten der24 horizonlallinien von der untersten dieselbe in A, 1.4 und C, 3 (20,7 cm.),auch die breitenverhällnisse von A und C scheinen (denn die ränderwurden seitens der buchbinder nach bedürfnis beschnitten) durchweg über-einzustimmen, und gewis wäre es höchst auffällig, hätte man in Wesso-brunn zwei äufserlich ganz gleiche predigthss. zu derselben zeit füreinbände verwendet, ich meine daher, dass A und C beslandleile einerhs. ausgemacht haben, und dass C, 5. 6, welche mit A die spallenlrennen-den mittellinien teilen, zwischen A und C, 1—4 (den platz von C, 7 ver-mag ich aus- mangel an anhaltspunklen nicht zu bestimmen) standen,da G, 1 — 4 predigten für 3 einander folgende fastensonnlage enthalten(s. u.), A hingegen homilien allgemeinerer nalur bringt, so kann man ver-muten, dass A den schluss der samlung bildete, denn auf den umstand,dass C, 6 ab allein, trotz den vorgeritzten mittellinien, durchlaufend be-schrieben ist, lässl sich schwerlich ein schluss bauen, unklar bleibtaber noch das Verhältnis dieser samlung AC, welche wahrscheinlich diejetzt fehlenden drei ersten qualernionen des ganz ähnlich eingerichtetenWiener Nolker (Heinzel-Scherer s. ix ff.) einnahm, zu den unter B ver-einigten predigten, welche den gleichen sprachlichen characler tragen.
Die Münchner bruchslücke gehörten vier predigten an. der lexlb%der ersten ist die Versuchung Jesu durch den teufel (Mallh. 4, 1 —11).zu gründe liegt l. I hom. xvi des h. Gregorius des großen, den z. 1,1 — 3 entspricht es etwa, wenn da § l gesagt wird cerle iniquorum om-nium caput diabolus esl, et huius capitis nicmbra sunt oimics iniqui. nach-her ist von den arten der Versuchung die rede, vgl. z. 4. mit einer drei-fachen Versuchung habe der teufel unseren Stammvater Adam besiegt,mit denselben Versuchungen sei er an Christus herangetreten, das worlvincere kommt in diesem abschnitt mehrfach vor: stammt aus einer Ver-wechselung mit vineire '*. 4 pinten? Gregorius fährt fort (vgl. 1, 10—2,4) § 3 sed est aliud, fralres carissimi, quod in hac lentatione dominicaconsiderare debemus: quia tenlatus a diabolo dominus sacri cloquii prae-cepta respondit, et qui co verbo quod erat tenlatorem suuni mergere inabyssum polerat, virlutein suae polentiae non ostendit, sola divinae scripturaepraecepta dedit: quatenus suae nobis palientiae praeberet exemplum, ut quoliesa pravis hominibus aliquid patimur, ad doclrinam exciteinur polius quamad vindictam. pensale, rogo, quanta est palienlia dei et quanla impatienlianostra. nos si iniuriis aut aliqua laesione provocamur, furore permoli autquam tum possumus nosmet ipsos ulciscimur aut quod non possumus facereminamur. und weiter, was im deutschen vorangehl (I, 7. 8) § 4 eogno-scamus igitur in eo nalurara noslram: quia nisi linm: diabolus hominem eer-