416 r,xxxm utlohs gebet
SEmmeramer basilica aufbewahrt wurden, da nun etwa die hälfle derheiligen, welche Otloh in seinen gebeten anruft, solche sind, deren reli-quien die Emmcramer liste bezeugt, und da ferner im anfang die reihen-folge bei Otloh und in den nolis wesentlich übereinstimmt, so vermuteteSchröder benulzung eines 1064 aufgestellten officiellen reliquienverzeicli-nisses durch Otloh. aber 1) beweist jene congruenz der folge wenig,denn Olloh wie der Verfasser der reliquienliste ordneten im allgemeinengemäß der himmlischen Hierarchie, so dass sie nach Christus und Mariazunächst den laufet; dann die aposlel, darauf die ersten märlyrer nannten:um in dieser reihe zusammenzutreffen brauchten sie nichts von einanderzu wissen. 2) in einem passus von A, den Scherer oben s. 580 forl-liefs, hinler der erwähnung der h. Jungfrauen, fleht Olloh bl. 160" (p. 423Pez) nee hon per illorum sanetorum quoruin in Iioc monasterio vel in hacproxima civilale reliquiae consislunt. dieser halle er also im vorhergehen-den noch nicht speciell gedacht. SEmmeram ist der klassische ortfür ahd. gebete, vgl. L VIII. LXXV1I1 1), und wie die beiden älteren untersich, wenigstens mittelbar, zusammenhängen, so kann man auch hier imersten teile traditionelle anklänge an jene stücke finden, aber keinensicheren und entscheidenden: die form der anrede mit dem nachfolgendenrelativsalz ist nach analogie des valerunsers vielen gebeten gemein (XIV.LXXXIV, excurs zu LXXVI1I B). im zweiten teile haben Otloh lilaneienvorgeschwebt, im drillen eine oratio pro ecclesia wie sie XCVI, 124 be-ginnt, vgl. Honor. spec. eccl. p. 827 Migne.
582 LXXXIV KLOSTERNEUBURGER GEBET.
Hs. 987 der sliflsbibliolhek zu Kloslerneuburg, das sogen, psalle-rium saneli Leopoldi, Xj'/t., enthält auf der vorderseile des letzten blauesunser gebet, das man den schrifizügen nach ins X, der spräche nachnur ins XI jh. setzen kann, auf der rückseile desselben blaues eineSchenkung des marchio I,., deren undeutliches dalum MFischer merk-würdige Schicksale des Stiftes und der stadl Kloslerneuburg {Wien 1815)2,6 Anno dominici incarnationis MCXII1 indict. V liest, hierauf von jüngererhand ein lateinisches gebet um die göttliche gnade mit berufung auf dieVerzeihung, welche Maria Magdalena erlangte. EGGraff Diutiska 2(1827), 382. vgl. aber schon JGrimm gramm. 2 (1826), 544 anm.hier nach abschriflen von IHIoffmann (in Haupts besitz) und JMWagner,nachverglichen durch AHorawilz.
1 giseuf: der Schreiber überhörte das schwache e, weil zwei andereebenfalls nicht oder wenig belonle folgen. bilidie] vgl. z. 2. 4. 7
Iduodie, bilüe, giunstiemo, gimeidie: ist dieses ie überall nur ausdruckeines Schwankens zwischen i und e ? 2 irlöse: ou für 6 vgl. Wein-
hold baier. s. 103. QF. 7, 90. zu XCVII, 36. grunllause Lambacher cod.chart. 463. der imperativ correspondiert mit dem indicaliv irloslast des