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2 (1892) Anmerkungen
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401
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LXXV11I B S. EMMERAMER GEBET 401

sieh später erklären. l Kot almahligo . . . kauuerdo mir Iielfan enti

kaüuizzida mir ja furistentida ja gaotan uuillun samau mit rehten galauponmir fargepan za dinemo deonoste. J ensttgo enti milteo trohlin, dueino uueisl uue miuo durfli sint, in dino Kanada enti in dino millida pifilhumin herza ja mtnan cadanc ja minan uuilluu ja minan m&t ja minan lip.

2 Christ, cotes sun, du in desa uuerall quämi suntige za ganerjenne,kauuerdo mih cahaltan enti kanerjen. 3 uulho trohlin, soso du uuellesenti dino canäda sin, tuo pi niili sunligim enti unuuirdtgun scalh dinan,farkip mir kanisl enti kandda in dinemo rthe, daz ih fora dinen augonunscamanli si enli daz ih in desaro uueralli minero missaläteo riuünenti harmscara hapan mozi.

Die vier salze, das ersle par dem allmächtigen, das zweite demerlöser gewidmet, bieten nun ein merkivürdiges bild. die lästige Wieder-holung der selben worte ist durchweg vermieden, die salze zeigen sichanalog gebaut, jeder beginnt mit einer anrufung und ihr folgt, wenig-stens in den drei letzten, ein zwischensalz, mit dem relalivum oder mitsöso eingeleitet: nur im ersten salze fehlt er: dürfen wir annehmen,dass er ehemals vorhanden gewesen? dieser ersle salz ist eine prosa-aufläsung des drillen teiles des Wessobrunner gebeles, nur in einer etwasälteren dem fränkischen gebet an einem punkte näheren geslalt: du mirhilf enli forgip mir müssen wir voraussetzen, dann finden sich aber alle 568hauplgedanken wieder, die anrede Cot almahtico, dann jene imperative,in die wendung gauuerdo mir helfan enti fargepan übertragen: dass einesolche Übertragung stattgefunden hat, erklärt wohl die etwas seltsameconslruclion, das wiederholte mir, das nachhinkende fargepan: das fol-gende in dino canäda tritt hier in anderer Verbindung auf, aber uuislömenti spahida treffen wir als kaüuizzida ja furistentida*, der gute wille undrechte glaube fehlt auch nicht und za dinemo deonoste entspricht derletzten zeile des Wessobrunner gebeles. nur die 'kraft den teufein zuwiderstehen und das böse zu vermeiden ist in der prosa nicht vorhanden,ohne dass man sie vermissle. der relalivsalz nach der anrede aber,den wir im vorliegenden gebele allerdings vermissen, steht im Wesso-brunner, und wenn auch nicht den ganzen, so möchten wir doch diewendung du mannun so manac cool forgäpi herüber nehmen: das forgäpides relalivsatzes verhält sich zu dem forgip oder forgepau des haupl-satzes, wie in 2 das ganerjenne des relativsalzes zu dem kanerjen deshauptsatzes, vgl. auch 3 canädä und kanäda, 4 milteo und miltidä.

Es lässt sich nun noch die frage aufwerfen: hat der Verfasser des

* man schlaffe die vier Wörter bei Graff nach: uuislöm 1, 1072 und ka-üuizzida 1, 1102 sind beide in der ganzen ahd. periode häufig gebraucht, beidekommen in prosaischen denkmälern vor, bei Otfrid (freilich auch bei Talian)nur uuisduam. die beiden anderen 6, 322. 608 bieten au einer ähnlichen be-obachlung nicht anlass, da spähi mit seinen ableitungen bei Otfrid fehlt, abera priori dürfen wir behaupten, dass furistentida, das prosaischere wort ist.auch die Wortfolge, die zerstörte Symmetrie der aufzählung, das schleppendesaman mit, das kurz und gesehäftsmäfsig angehängte abstracte za dinemodeonoste statt einer lebendigen verbalconstruction, zeigen deutlich die absiehtprosaischen ausdrucks.

DENKMÄLER lt. 26