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2 (1892) Anmerkungen
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396
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396 LXXVII BAIERISCHE BEICHTE

lung besafs, geschweige denn dafür, dass sie in Reichenau für Reiche-nauer zwecke concipierl ist. ich halle es aber auch für falsch, unserenr. LXXVII baierische beichte zu benennen, in ihrer sprachlichen gestallweist nichts speciell auf Baiern, und es hat größere wahrscheinlichkeil,dass der seil 1529 in Basel ansässige SMünster aus der hs. eines ale-mannischen kloslers als aus der eines baierischen schöpfte, blofs dieverwantschafl mit LXXVIII und die ericägungen, welche der excurs zuLXXXV11 vorträgt, haben, so scheint es, Scherer bestimmt, die nummerfür Baiern zu beanspruchen, solche momenle beweisen zwar, dass unserstück derselben Schicht in der enlwiekelung der beichllüteralur angehörtewie jene baierischen denkmäler, aber nicht, dass diese Schicht sich aus-schliefslich auf Baiern beschränkte.

LXXVIII.A. BAIERISCHE BEICHTE.

Hs. 184 (161) der sladlbibliolhek zu Orleans, 356 s. fol., X jh.,aus SFleury, beschrieben von ChCuissard im inventaire des manuscrilsde la bibliothcque d'Orle'ans fonds de Fleury, Orleans 1885, p. 93/'.und etwas genauer im calalogue general des manuscrils des bibliolhcquespubliques de France. 111 de'parlemenls , tome XII Orleans, Paris 1889,p. 85 f. auf werke Isidors folgen p. 240 'priores diverses', sodann p. 260In Christi nomine. Oraliones incipinut quas beati patres divin am laudandoet deprecando clementiam coltidie eantare solebant, herausgegeben vonEMarlene traclatus de anliqua ecclesiw disciplina, Lugduni 1706, S. 619 ff>= de anliquis ecclesiai ritibus, Anluerpiw 1737, tom. III s. 655//".darin p. 328 (bei Marlene s. 650 /'. resp. III s. 682) unter der Über-schrift Confcssio pura unsere beichte, welche mit denselben wollen (Te,domine usw., nur dass perfecta nach trinitale fehlt) wie die hs. B desEmmeramer gebetes (LXXVIII l!) schliefst, die worte dir z. 1, daz undmir z. 7, missatalio z. 9 sind mit acuten versehen. auf Marlenes ab-

drtick lenkte JSchwarzer zs. f. d. phil. 13 (1882), 353/'. die aufmerk-samkeil, vgl. auch Braune ahd. lesebuch'S (1888) s. 166. mir besorgteGBaisl im herbst 1888 eine neue abschliß.

Diese beichte kehrt fast unverändert wieder als erster teil des SEm-meramer gebeles; ich habe aber selbständigen abdruck ihrer Verwertungbei der texlconslilulion des gebeles vorgezogen, damit der sprachlichecharacler beider denkmäler klarer zu tage träte, als ursprünglicher er-weist sich die beichte durch den sing, unrelileru fizusheiti z. 5 gegenüberdem von den umgebenden pluralen veranlassten unrehtero fizusheito imgebet (auch würde hs. A, wäre der plural das genuine, gewis lizus-heileo bieten), als älter durch die dalive plur. auf m z. 8 und das er-haltene li von liriuün z. 9. dagegen scheint en des gebeles vor io der