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2 (1892) Anmerkungen
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367
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LXVIII PRIESTERE1D 367

B cod. lat. 27246 der k. bibliolhek in München, früher Fris. B. II. 1des Münchner reichsarchivs, 100 bl. (die ursprüngliche hs. reichte in11 lagen von bl. 11—92; davor sind 2 —J— 3 doppelbl., dahinter einquaternio gebunden) kleinfol., X Jh., genau beschrieben bei Perlz LL.2, 551. das jüngste dalum ist die synode von Erfurt 932. der priesler-eid steht bl. 91 b nach auszügen aus der kirchenversamlung zu llerda,aus Hieronymus und Ueda über den eid; und vor dem reinigungs-eide des papsles Leo, wie in A. JFHuschberg älteste geschickte deshauses Scheiem-Wiltelsbach (1834) s. 118 n. 41. FMWülmann die

Boiovarier und ihr volksrecht (1837) s. 238 anm. 666: er halle, wieRoth berichtet, schon 1832 den eid gefunden. BFMafsmann abschw.(1839) nr. 71. KRoth denkmähler (1840) s. ix. 28. 30.

In dem vorliegenden denkmal hat Kunstmann irrig eine •zweifache 541beziehung, das versprechen des gehorsams gegen den regenlen und melro-potiten' finden wollen. schon Huschberg war der sinn der Überschriftnicht zweifelhaft gewesen, es ist ein den bischöfen geleisteter eid der-jenigen, die von ihnen ordiniert werden sollen, deshalb kann die ab-fassung desselben weder, wie Wackernagel lilleralurgeschichle s. 49 =-62 meint, zur zeit Karls des gro/'sen noch auch bald darnach stall-gefunden haben, denn ausdrücklich wird damals der obedienzeid mis-billigl: zuerst durch die zweite synode von Chalons sur Saone (813)c. 13 (Hardouin acta conciliorum 4, 1034) Dictum est interea de quibus-dam fratribus quod eos quos ordinaturi sunt iurare cogant, quod digni sin!et contra canones non siut facturi et obedientes sint episcopo qui eos ordinalet ecclesiae in qua ordinantur. quod iuramenlum, quia periculosum est,oiunes una inhibendum statuimus. dann im cap. Aquisgran. a. 817[wahrscheinlich 818 oder 819] c. 16 (LL. 1, 208, Borelius capilularia1, 278) De episeopis vero in Langobardia couslitulis, qui ab bis quos or-dinabant sacramenla et munera, contra divinam et canonicam auctoritatem,accipere vel exigere soliti erant, inodis omnibus inhibitum est ne ulteriusfiat, quia iuxta saeros canones uterque a gradu proprio lalia l'acienies decididebcnt. nach der zweiten stelle darf man annehmen, dass in Deutschlanddieser misbrauch noch gar nicht vorgekommen war. ohne mich bei derbehauplung Phillipps (kirchenrecht 2, 186) aufzuhallen, dass in den vor-siehenden stellen eine misbilligung dieses eides liege, 'dürfte schwerlichdie richtige inlerprelalion der betreffenden canones sein' (Zaccaria, aufden er sich beruft, habe ich nicht nachschlagen können: vgl. dagegenzb. Marlene de ritib. eccl. 2, 323, iiinlerim denkwürdigkeilen der chrisl-kalholischen kirche 1, 1,495), will ich nur erwähnen, dass Marlene aao.,ich weifs nicht ob mit recht, aus einem schreiben Gregors IV an diebischöfe Galliens auf das bestehen des brauches zur zeit dieses papsles(827—844) schliefst: jedesfalls käme das zeugnis nur für Frankreichin belrachl. das erste für Deutschland gibt ßenediclus Levila 3 (7),466, der nach dem 21 april 847 sein werk vollendete: Hinschius pseudo-Isidor s. clxxxiv. clxxxvi*. indem er die beslimmung eines älteren capi-

* ob Benedict mit dem natnen Olgurs nur seiner samlung die nötige