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2 (1892) Anmerkungen
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368 LXVIII I'RIESTEREID

lulare incerli anni über die vor dem bischof abzulegende professio wieder-holt, selzl er davor die übersehriß Ut presbyteri el diaconi, quando perparocliias constituuntur, staliililatis et obediefctiae suae alque statuta servarepromissionem suo faciant episcopo. aus diesem verfahren, um die sache542 anzubringen, gehl hervor, dass eine ältere gesetzliche beslimmung darüberihm wenigstens nicht bekannt war. aber ob er sich bereits auf diepraxis der Mainzer kirche dabei stützte oder ob diese erst folge seineswerkes war oder mit diesem hand in hand gieng, lässt sich nicht aus-machen, jedesfalls muss diese einführung, nach dem mutmasslichen allerder vorläge unserer hs. Ä zu schliefsen, noch vor dem jähre 895 statt-gefunden haben, und die mundarl. unseres denkmals weist auf Baiernund nicht auf die späte zeit des IX jh. (ka- ga- ki- LXI, ga- ge- IV, 3).ob ein nach dem jähre 86S gefälschter papslbrief (bei Hartzheim cancil.Germ. 2, 141. vgl. Dümmler Ludwig der deutsche s. 391 n. 26 = 2 l,410 f. n. 4), in welchem von einer beeidigung sogar der ganzen diöcesan-bevölkerung die rede ist (in Salomonen) quippe opiseopum nee criminisnoque facinoris senlentiam certe prolulimus, nisi ut commissam sibi a domin nplebem, sieut audieramus, non constringeret iuramentis), auf den priestereidvon einßuss war oder sonst irgendwie damit zusammenhängt, wage ichnicht zu entscheiden, fest steht, dass die spätere praxis der Mainzerund anderer kirchen den eid verlangte; in den ordines VII (Soissons),VUI (Satzburg), XIII (Cambray) ad ordinandum presbylerum bei Marlene2, 395/". 401. 448 stellt der bischof an den ordinandus die frage visepiseopo luo ad cuius parochiam ordirmndns es obediens et consentiens esseseeundum iustitiam et ministerium luum? in dem ordo XVI (aus Mainz)bei Marlene 2, 477 vis episcopo usw. obediens esse et eonsentiens in" licitisseeundum canonica statuta ? darauf antwortet der ordinandus nach denbeiden zuerst angeführten ordines mit einfachem volo, in Cambray undMainz volo, el lioc deo et sanclis eins ila in praesenti promitto, proui scioet adimplere valeo: ita nie deus adiuvet et saneti eins. — obediens et con-sentiens ist genau das kabörtcb enti kabengig unseres denkmals. die'slabUilas' (slätig), die hier der ordinandus aphter canone verspricht,wird in den kirchlichen geselzen der zeit oft eingeschärft, zuerst, wennich nicht irre, in den nach Reitberg 1, 379 wahrscheinlich 1^1 durchBonifalius publicierlen cap. Zachar. p. ad Pip. c. 8 (Hartzheim 1, 80)wo zugleich der beireffende canon ciliert wird-, c. 5 conc. Anliocheni. imübrigen findet auf die vorliegende deutsche formet eine bezüglich des vonden bischöfen dem papste geleisteten eides längst gemachte bemerkung

autorität verleihen wollte und von dem eben verstorbenen beauftragt zu seinnur vorgab; oder ob seine, bezüglichen angaben wahr sind und, er wirklich,wie, ich im text annehme, mit Mainz in Verbindung stand, muss erst eine voll-ständige revision der Untersuchung über seine quellen ergeben, nur wenn sichin ihnen speeifisch deutsches findet, wird man ihm glauben schenken dürfen,in diesem sinne mächten allerdings schon jetzt die statuta Iionifatii anzuführensein, deren deutscher und mainzischer Ursprung auch dann noch wahrschein-lich bleibt, wenn man oben s. 498 anm. den Benedict abzieht, [die neuere for-schung läugnet Mainzer provenienz für die samlung Benedicts: s. HB runnerdeutsche recMsgesch. (1887) 1, 385 f.]