Druckschrift 
2 (1892) Anmerkungen
Entstehung
Seite
361
Einzelbild herunterladen
 

LXIV WCPZÜURGEIl MAIlKr.ESCHREIIiUNGEN 361

wartet man die Ortsnamen der ersten beschreibung wiederzufinden; undzwar, da diese nach der läge der beiden noch heule erkennbaren namenHerostat (Herslatler hof) und Cliislesbrunno (Kist) von norden nachSüden gieng, in umgekehrter Ordnung, aber nur der strecke Main Brunni-berg üruhiriod [Druhiciinga] Moruhhesslafful lirezelunsee der zweitenbeschreibung entspricht in der ersten Brezzulunsee \die südliche 'erdburg']Moruhhesslein Druhiriod Brunniberg Main; also von den vier strecken,in welche sich die erste beschreibung teilt, nur die vierte dh. diejenige,bei welcher zeugen aus dem Badanachgau hinzugezogen wurden undwelche mit der grenze des gaus Wallsazzi und des Badanachgaus {inwelchem Heidingsfeld lag nach CJKremer in den commentaliones aca-demiae elecloralis Theodoro-palalinae 4 [1778], 152 und KHvLangliaierns gauen s. 92) zusammenfällt (vgl. z. 38/'.). dazu stimmt merk-würdig, dass von den 27 namen dieser zuletzlerwähnlen zeugen sieben,dagegen von den 15 zeugennamen der ersten strecke (z. 10 12) keiner,von den ,27 der zweiten (z. 17 21) nur zwei, von den 13 der dritten(z. 2S30) nur einer sich unter den 18 personennamen der zweitenbeschreibung befindet, wenn es sich daher bei noch näherer Untersuchungder localilälen, wie sie vielleicht einheimischen möglich ist, herausstellensollte, dass die in beiden beschreibungen ganz und gar nicht stimmendenOrtsnamen der drei ersten strecken verschiedene linien ergeben; nicht,was auch an sich unwahrscheinlich ist, auf verschiedener auffassungeiner und derselben linie beruhen; so könnte man vermuten, die beidenbeschreibungen seien kurz nacheinander vorgenommen und die erste eineoffizielle berichligung der zweiten, waren nun auch bei der zweitenleule aus dem Badanachgau dh. zunächst aus Heidingsfeld beteiligt; soerklärt sich einigermafsen das freilich auch dann noch sonderbare undvielleicht nachträglich eingefügte unte Heitingesvelrlöno in 2, 16. sonderbardarum, weil die Würzburger mark ganz, von der Heidingsfelder jedochnur die kurze strecke beschrieben ist, welche mit der Würzburger zu-sammenslöfst.

LXV BRUCHSTÜCK DER LEX SALICA. 536

Octavdoppelblalt des IX jh. in der stadlbibliolhek zu Trier, vonMone als deckelblall einer incunabel (nr. 1072 in 4°), die dem kloslerSMathias bei Trier gehörte, gefunden, dieses klosler war auch wahr-scheinlich der frühere aufbewahrungsorl der hs. dass die professen vonSMathias ihrem buchbinder handschriften als Zahlung gaben, wird aus-drücklich berichtet: Marx geschichle des erzslifts Trier 2, 2, 557 /'.FJMone Zeitschrift für die geschichle des Oberrheins 1 (1850), 3641.er nahm es für ein einfaches Malt von 2 spalten auf jeder seile undverkannte daher die richtige Ordnung der seilen. JGrimm in JMerkelslex salica (1850) s. 104107. GHPerlz und JMerkel ebendaselbst

n**