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2 (1892) Anmerkungen
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350
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350 LX S. AUGUSTINI SERMO LXXVI

schluss. doch braucht man darum die hoffnung nicht aufzugeben, dassbei tieferem eindringen in die geistliche litteralur dieser und der voran-gegangenen zeiten sich das lateinische original noch vorfinde, [eine wahr-scheinliche ergänzung weifs ich nur für z. 13 vorzuschlagen: Demobilitle tnihlin gab (über solche allraclion s. Holzmann lsidor s. 151)sinem saligöm enli du (et tu = eliam tu, s. M gloss. s. v. enti) selbouuillasam (oder uuillasamo) gal'olges (2 p. sg. cj. praes.). was das ganzebetrifft, so stimme ich Hs erörlerungen s. xxii in der hauplsache zu,doch möchte ich nicht glauben, dass wir eine predigt de nativilale dominivor uns haben, halle vielmehr das fragmenl für den schluss einer homilieüber den göttlichen ralschluss der erlösung.]

526 Sämtliche Monseer fragmenle sind bekanntlich baierische Umschriften

fränkischer originale. ihr ursprünglicher dialekl muss mit dem derPariser, wahrscheinlich aus der von Theodulf in seinem capilulare c. 19(opp. ed. Sirmond p. 9) erwähnten schule im kloster des h. Anianus zuOrleans stammenden hs. des lsidor (vgl. über deutsche spräche in Frank-reich Roth beneßcialwesen s. 99, dazu gramm. I 1 , lxxii) wenigstens sehrnahe verwant gewesen sein (gegen die völlige Identität spricht, dass dieMonseer fragmenle kein einziges chi-, aber doch neben dem baier. ka-,ga- auch gbi- zeigen, das nur einmal im lsidor, und gi-, ki-, das nie-mals darin vorkommt), und sie alle müssen Märlich, wenn nicht das werkeines Verfassers, so doch aus derselben schule hervorgegangen sein: fürkeine der beiden annahmen sehe ich entscheidende gründe, da die gröfsereherschaft über die spräche im lsidor und im traclat de voc. gent. gegen-über der unfreieren art des Matthäus und der augustinischen predigtauf gröfserer Übung und gesteigerter kunst eines und desselben mannesberuhen könnte (wie zb. könig Alfred den Orosius viel freier übersetzthat, als den Heda) und da auf verschiedene Übersetzung der nemlichenlateinischen phrase (zb. Ecce puer meus . . . dileclus meus: fragm. iheol.3, 6 see miin sunu . . . minan leoban; Isid. 9 b , 17. 18 see miin chnecht. . . cltiminni mir) nicht allzu viel zu bauen ist. jedesfalls muss sicheine erschöpfende Untersuchung auf sie alle erstrecken, kann also nichtwohl an die hier aufgenommenen fragmenle angeknüpft iverden: so mögeneinige wenige bemerkungen genügen.

Mit beziehung auf vdHagens behauplung, die allere gestall der Nibe-lungenot trete beträchtlich in das XII jh. zurück, sagt Lachmann zu denMb. 353, 2 'auf der grenze zweier perioden ist ein irr tum von wenigenjähren bedeutend, ein darin ähnlicher irrlum ist es, wenn die Über-setzung des Isidorus und Matthäus in den anfang des VIII jh. gesetztwird; wobei man das alterlümliclie der formen höher als bei der Zeil-bestimmung der hrabanischen gtossen anschlägt und auf die gewantheitund bildung des Übersetzers ebensowenig rücksichl nimmt, als auf dasfeine pergamenl und die sehriflzüge wenigstens der Wiener bruchslücke,die ich, wie sie diesen nachgebildet sind, nur dem IX jh. gemäfs finde.'zu diesem urleil über das alter der Wiener hs. stimmen die angabenvon üolsmann Isid. s. 3 über die Pariser hs. und was er selbst Germ.