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2 (1892) Anmerkungen
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345
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LVI1I FRÄNKISCHES GEBET 345

und als ob es dazu gehörte das vorliegende gebet. BJDocen einige

denkmäler (1825)*. 7. GHPerlz MG. LL. 1 (1835), 67 n. h (Alio-

retius capilularia regum Francorum 1 (1883), 224). HFMafsmann

abschw. (1839) nr. 62. KRoth denkm. (1840) s. 6. die worlablei-lung der hs. gieng mehrmals fehl.

Daraus, dass vorliegendes gebet am Schlüsse der admonitio 'cap.eccl.' 789 überliefert ist, folgert Roth s. vi, es sei vermutlich bei ebendieser gelegenheil abgefassl worden, richtiger wird man annehmen, essei ganz zufällig in die vorläge der hs. eingetragen und von dem Schreiberder letzteren milabgeschrieben worden, aber nicht gelreu: weder hin-sichtlich der mundarl, der ga-, galau p un, gasun l i schwerlich gemäfswar, noch dem Wortlaute nach, das lateinische ist Märlich aus demdeutschen übersetzt (RvUautner einwirkung s. 50), weist jedoch auf einenanderen deutschen text hin als den uns erhaltenen, rehtan uuilleon wirddurch honain voluntatem gegeben; das müsle aber deutsch guodan uuil-leon heifsen. andererseits ist guodan ein wenig passendes epilhelon zugalaupun, vielmehr rehtan (reclam fidam) das eigentlich bezeichnende. 521man darf also annehmen, dass im ursprünglichen texte stand indi rehtangalaupun, tbiiia niinna indi guodan uuilleon, dass die willkür des Schreibersdie beiden epilhela verlauschte und auch im lateinischen das erste richtigänderte, aber unaufmerksam das zweite unverändert lie/'s. nun er-gibt mit einer kleinen, nicht durchaus notwendigen, aber doch wahr-scheinlichen einschiebung trulitin god, ihn mir hilp indi thü for^ip mireine allülerierende, Aeili indi gasunli indi tbfna guodün /midi eine zugleichallitlerierende und gereimte richtig gemessene langzeile. es ergeben fernerrehlan galaupun und indi guodan uuilleon je eine halbzeile. wörtlich gleichdie erste der z. 12 b (bis auf das durch den abweichenden dialekt be-dingte genus von galaupo galaupa), die zweite der z. 13" des Wessobrunnergebeles. die Vermutung wird also nicht zu kühn sein, dass die z. 12. 13des Wessobr. geb. aus demselben poetischen gebete genommen seien, dessenÜberreste uns hier zum teil in prosa aufgelöst vorliegen, und dass siean dieser stelle das echte erhallen haben, durch diese annähme wirdtlilna minna entfernt und gauuilzi schöner und an besserer stelle durchuuistom enli spähida ersetzt: dann besteht auch jedes glied der rede ent-weder aus einem mit einem epilhelon versehenen worle oder aus zweiendurch indi verbundenen synonymen, ist, wie ich glaube, der fränkischedialekt für das ganze stück der ursprüngliche, so muss das masc. galau hobeibehalten, dann aber zur herstellung des reims für den accus, nachin der daliv gesetzt werden; und das gebet bekommt folgende gestall:Truluin god, thü mir hilp indi llni forgip mir

in ihinem ginadöm rehtan gilauhou

indi guodan uuilleon, uuisdöm indi spähida,

heilt indi gisundi indi thina guodim huldi.