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2 (1892) Anmerkungen
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344 LVIl SANGALLER PATERNOSTER UND CREDO

sein (vgl. RHenning aao. s. 153156). dass dabei der angebliche Keronichl irren darf, ergibt sich aus einer bemerkung Lachmanns (über dasHildebrandslied s. 155, wo er von einer vierten hand im E. spricht),deren richligkeil eine aufmerksame belrachtung der orthographischen ver-schiedenheilen sofort aufser zweifei stellt, vgl. auch Lachmann bei Hoff-mann ahd. gl. § 68 s. xxxiv [und meine die bisherige forschung zu-sammenfassenden arlikel ADli. 15, 649. prot. realencycl. 27, 646, sowieSSinger anz. 10, 278 f.], paläographische gründe können aber bei ge-naueren datierungen überhaupt nichts und hier umsoweniger etwas ent-scheiden, als von einer anzufertigenden Übersetzung der benediclinerregelder nalur der sache nach auch gegolten haben wird, was Karl der grofse'cap. eccl.' a. 789 c. 71 vorschreibt: et si opus est evangelium psalle-rium et missale scribere, perfectae aetatis liomines scribant cum omni520 diligentia. es liegt mithin zwischen unserem palernoster und credo

und der interiinearversion der benediclinerregel eine zeit von mindestens13 jähren, welche die differenz der spräche hinlänglich erklärt, zugleichzeigt sich, dass wir die Verdeutschung des grofsen bibelglossars in dengl. Ker. Par. Ra. nicht weiter als in die frühere regierungszeit Karlsdes grofsen hinaufzurücken brauchen, dem gegenüber halle RKögel überdas keronische glossar s. xlviii die enlslehung von Par. für das jähr 740angenommen; mit recht aber zog er diese hypolhese beilr. 9, 357 anm.zurück, die encyclica de litteris colendis setzen ihre herausgeber in dasjähr 787 : man könnte vielleicht sechs jähre weiter hinaufgehen und siemit den berufungen von 781 combinieren.

LV11I FRÄNKISCHES GEBET.

Cod. lat. 14468, Rat. SEmm. 468 (olim E. 91) der k. bibliothekin München, 112 bl. 4°, im jähre 821 auf befehl des bischofs Dalurichvon Regensburg geschrieben, wie er selbst auf bl. V notiert: Hoc Volumenut fierel ej;o Baluricus scribere iussi. episcopus pro diuino amore et re-medio animae meae anno domini DGCCXXI. et quinto ordinalionis meae.die hs. beginnt: Gennadius Massiliensis episcopus de lide disputans intercetera dixil. Oedimus unum esse deum usw. darauf folgt bis 27" grösten-teils kanonisches, bl. 36 b88" auf die sache des Elipandus bezüglicheactenslücke. das jüngste, was überhaupt aufnähme gefunden hat, istdas glaubensueltennlnis des Friauler concils a. 796 (vgl. Madrisi SPau-lini opp. diss. 2) bl. 27 b30 b , wenn nicht vielleicht die Zusammen-stellung von Zeugnissen de oblationibus vel eleemosynis pro defunetis 6/. 25"bis 27° mit bezug auf die baierische provincialsynode von 805 gemachtist (s. zu L1V s. 501). nach De quaestiuneulis s. Auguslini (so. opp. s.Aug. 6, 487) bl. 88"94" sieben leere seilen, auf bl. 98" bis zumschluss die admonüio und das legalionis ediclum des Jahres 789. un-mittelbar nach dem datum der ersteren bl. 110" von derselben hand