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2 (1892) Anmerkungen
Entstehung
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341
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LVI WlälSSENBÜRGER CATECHISMUS 341

dotlie lieitliin besonders die gl. Ker. s. Weinhold § 173 {wo Sg. 911das 'SGaller credo', also dieselbe hs. bezeichnet), und diese, verglichen-mit der benedictinerregel und den denlimälem des benachbarten Reichenau,müssen ihrem Ursprünge nach von SGallen weg nach einer gegend, woberührung zwischen alemannischem und fränkischem möglich war, alsonach dem Elsass gesetzt werden [anders Eögel beilr. 9, 326 f.], oa,das z. 99 (s. varr.) geschrieben war, aber in ua verbessert wurde, istzwar in den trad. Wizenb. nur aus nr. 252 a. 699 Cliroacus nach-weisbar, aber aus anderen elsässischen Urkunden von Jacobi beitragezur deutschen grammalik s. 113 bis a. 792 belegt und in den gl. Ker.sehr häufig: Weinhold § 68. her neben er erscheint nach Graff 1, 40auch bei Otfrid 2, 7, 34 (öfter nur in der Freisinger hs. Kelle 2, 321).die substanliva auf -nissi schwanken wie im Talian zwischen neutrumund femininum, aber nur jenes, das bei Otfrid durchsieht, ist durch denartikel gesichert: dass aber auch dieses der mundart nicht fremd, beweistdie Speierer hs. (ß) des fränkischen laufgelöbnisses. tiefer gehen dieSchwankungen im worlgebrauch: davon geben die anmerkungen zu z. 4.49. 58. 78. 102 beispiele. anderes wie das schwanken zwischen demmasculinum und dem neulrum lil) (gramm. 3, 397) könnte man bei einem,der auf der grenze zwischen alemannisch und fränkisch schreibt, be-greiflich finden, vgl. auch zu 42; aber über das begreifliche unter derVoraussetzung eines Verfassers scheint die völlig abweichende Übersetzungder gemeinsamen parlien des apostolischen und des alhanasianischensymbolums (s. 45 49 und z. 9497) hinauszugehen (giuufzzinöt: gimar-torot, hellju: helliiuiizze, gisaz: sizzit, quemendi: cumfltgSr, ardeilenne:suanarme, queccheni: lebente), und zwar steht das symbolum Aihanasia-num mit allen diesen abweichungen aufser der letztgenannten in Über-einstimmung mit dem Sangaller credo. aber andere Schwankungen inner-halb des Alhanasianum werden durch die annähme eines besonderenVerfassers für jedes symbolum nicht gehoben: und doch hat der jüngereSchreiber hier kaum etwas geändert, da ihm nach anm. zu z. 73 üzzaugeläufig war und er detmoch üzzar beibehielt, muss man hier also jedes -falls der laune und Willkür des vielleicht unierbrochen und unaufmerk-sam arbeilenden Übersetzers, der ja zb. in einem alem das passivum z. 70verfehlt und z. 71 ganz richtig ausdrückt, einiges zutrauen; so schwindetdamit jede möglichkeit, mehrere Verfasser unseres calechismus zu er-weisen, und es kommt gar nicht weiter in betracht, dass in der hs.sich vielleicht verschiedene hände unterscheiden lassen und dass gewisseabweichungen der äufseren einrichlung stattfinden, zb. nur im symb.Äthan, das Interpunktionszeichen l. die glossen, deren noch mehr ie-518absichligl waren, sind, wenn auf edlm für erdho (s. zu 71) etwas zugeben ist, von einem anderen beigefügt und dazu an einigen stellenvielleicht die gl. Ker. benutzt [dagegen RKögel in Pauls grundriss2, 1, 240].