340 LVI WETSSESBURGER CA.TECHISMUS
Waüz DVG. 3, 377 n. 5 [modificierl 3 2 , 484] 'ein eigentümliches aclen-sliick' nennt) Item cum omni diligentia cunclis praedicandum est pro quibuscriminibus deputenlur cum diabulo in aeternum supplicium. Legimus enimaposlolo dicente (Gal. 5, 19—21) 'Manifesla autem sunt opera carnis quaesunt: fornicalio, inmunditia, [impudicitia Gal. 5, 19] luxoria, idolorumservitus, venificia, inimicitiae, contentiones, acmulationes, animositales, irae,rixae, dissensiones, haereses, seelae, invidiae, bomicidia, ebrietates, comes-sationes et bis similia: quae praedico vobis, sicut praedixi, quoniam quitalia agunt rcgnum dei non possidebunt'. Ideo baec eadem quae magnuspraedicator aeclesiae dei singillalim nominavit cum omni studio probibeleintellegentes quam sit terribile illud quod dixit 'Qui talia agunt, rcgnumdei non consequentur'. die vorhergehende stelle des capitels, in welcherdie hauptpunkte des glaubens aufgezählt sind, über die gepredigt werdensoll, ziehe ich nicht aus. welche glaubensformeln eigentlich gemeintseien, wird auch daraus nicht klar, und ergibt sich erst aus der Wieder-holung der forderung in Frankfurt a. 794 c. 33 p. 74 lit fides calho-lica sanctae Irinitalis et oratio doniinica atque symbolum fidei Omnibus prae-dicetur et tradalur (die bedeulung von trado zeigt zb. exposilio vcl traditiosymboli ordo scrul. bei Marlene 1, 88), wo die beziehung auf das sog.symb. Athanasianum, das auch in unserer hs. fides catholica genannt wird(101 varr.), und auf das sog. symb. apostolorum klar ist. diese beidenglaubensformeln, das paternosler und die hauplsünden nach der angäbedes Galalerbriefs sollten also gegenstände der predigt werden: in derVolkssprache natürlich, so erwuchs die nolwendigkeit, ihrer in sichererÜbertragung herr zxi werden: dem verdanken die vier ersten teile unseres'calechismus' ihre enlstehung. über jeden zweifei erhebt diesen Zusammen-hang die dem capilulare und dem calechismus gemeinschaftliche aus-lassung von impudicitia im Sündenverzeichnis, für den glauben war durchÜbertragung der formein selbst alles nötige gegeben: aber das pater-nosler forderte erklärung des verborgenen sinnes jeder einzelnen bitte,der calechismus leistet dieses und noch mehr, wie auch die Verordnung517 c. 69 über das gloria patri gemeint sein mag, von dem veranlasser oderdem Verfasser vorliegender Übersetzungen muss dieses mit unter die gegen-stände der predigt gerechnet und — vielleicht kam dabei eine abschriflder admonilio mit auslassung von patri zu hilfe — mit dem gloria inexcelsis verivechselt sein: daher der fünfte beslandleil des calechismus.bald nach dem 23 märz 789 (zu welchem gewis die admonilio ebenso-wohl gehört wie das legalionis ediclum, Sickel acta Karolinorum 2, 267unten) ist die ganze arbeit unternommen, ich finde nichts, was dieselbevon Weifsenburg, woher die hs. stammt, wegwiese; vgl. jetzt auch ASocinin den Slrafsburger Studien 1, 257—60. die wichtigsten Schwankungender mundart, die zwischen an- und inlautendem d und t (gol. d) unddie zwischen ua und uo, erörtert in diesem sinne die vorrede, überdas an Isid. erinnernde db (nur einmal anlautend z. 103 dhir, niemalsauslautend) und gb (z. 38. 45?) s. Weinhold alem. gramm. §§ 179.181. 211. inlautendem tb (z. 2. 12. 14 ertbu, z. 21 quithit, z. 36. 91-itba, z. 95 nilbar) vergleichen sich nächst einzelnem olfridischen wie