Druckschrift 
2 (1892) Anmerkungen
Entstehung
Seite
336
Einzelbild herunterladen
 

336 LVI WEISSENBURGER CATECHISMÜS

einer vergleichung Belhmanns, die ich später aus eigner ansieht derhs. berichtigen konnte.

2. 12 endi: vgl. varr. zu LV, 1417 und exe. zu LV. noch ineinem palern. des XV jh. bei Maßmann nr. 53 1 ' heißt es Dein willgescheh als in dem himel und in der erden, ebenso auch: Und vergibuns unser schuld als und wir vergehen unseren schuldigern. unten z. 60.65. lsid. 6 b , 18 see endi mih 'ecce et nie'. Wiener Nolker 110, 7nielit ein sunter unle. endi ist hier die gewöhnliche form, nur z. 43enti, z. 20. 25 Indi. letzteres ist dem jüngeren dialekt des Schreiberszuzurechnen, der in seiner vorläge an der stelle von I eine für denrubricalor gelassene lücke fand. 4. 25 costunga] hier und im Talian

für templalio, sonst chorunga, ags. coslung, coslnung, auch alts. in denWerdener gl. zu Lucas 22, 31. 4. 29 auli 'sondern wie gl. Eer. 109

= ahd. gl. 1, 127, 22 und Tal. Graff 1, 121; z. 7 'aber' wie auch beilsidor, Sievers Talian s. 420 1 '. schon z. 10 jedoch ivird es in der be-deutung 'aber' durch llioh, z. 26 ebenso durch uzzar ersetzt, und dieses513 ist mit alleiniger ausnähme des nachgetragenen üzzan z. 73 in beidenbedeulungen (und in der von 'nisi' z. 53, das z. 32. 100 durch nibunibi gegeben wird) im symb. Quicumque verwendet ('aber' z. 57; 'son-dern z. 62. 63. 65. 67. 68. 75), Ms z. 77 suntar dafür eintritt: 'son-dern' z. 77. 90. 91. 92; 'aber' z. 82. uzzar gebraucht als conjunclionnur noch das Sangaller paternosler z. 4 und Talian 4, 11 (Luc. 1, 00).dass es in den hymnen vorkomme (Graff 1, 536), die stäls und zwar13 mal sed durch üzzan geben, ist falsch, sunlar sonst zuerst bei Olfrid:vgl. Graff 6, 49. 611 die erklärungen erinnern an die von LV,

nur dass teils kürzungen vorgenommen, teils verdeutlichende Zusätze bei-gefügt sind, einzelne verschiedenheilen mögen jedoch sclwn in den latei-nischen vorlagen vorhanden gewesen sein. vgl. zb. LV, 29. 30 mitunseren z. 23. 24 und der unten zu z. 18 angeführten lal. stelle.1215 ein sehr schlecht ausgedrückter salz, der doch wohl nur das-selbe besagen soll, was LV, 1417. lag dem Verfasser wirklich nurdiese stelle lateinisch vor, so wollte er die in derselben stattfindendeverwebung von lext und erklärung aufheben und setzte deshalb der letz-leren eine einleilung vor, die ihr simbles aus z. 7. 9 entnimmt, umdann nicht in dem von bitten abhängigen salze nur die Mite des palern.zu wiederholen, ivird der gedanke des folgesatzes (LV, 15 daz ff.)schon hier hereingenommen und im ausdruck (in mannom in engilont)unpassend der z. 8 (in uns mannom) und 10 (in uns) analog gemacht,dem dennoch beibehaltenen folgesalze wird nun der unklar vorschwebendegedanke einer bitte um das vermögen, gotles willen zu erfüllen, bei-gemischt: und dadurch die Verkehrtheit des gedankens voll gemacht.12 sculun] die Schwächung des auslautenden m beginnt schon in dengl. Ker. zb. 104 = ahd. gl. 1, 121, 26 efficaeibus, loben, vgl. Kögelüber das keronische glossar s. 56. 16 sinlun soll nebst anderem

von gleicher beweiskrafl nach Germ. 1, 470 ff. hier und im lsidor einenAngelsachsen, sogar den h. Pirminius, von dem man nicht weiß, dass er einAngelsachse gewesen [doch vgl. Hauck kirchengesch. Deutschlands 1, 315