XLVIII DAS TRAUGEMUNDSL1ED 309
wolf gris, von tuft und sehne will der walt wis, von gewonheit lioptder has, von regen und tow gruont der was, von grossen schlegen undsuchen ist Schill und heim verblichen, von grosser unlrew isl ein guotgesell von dem andern gewichen; wo Mone, ohne sich des Traugemunds-liedes zu erinnern, bemerkt 'die anspielung im letzten vers bezieht sichvielleicht auf die sagen von Willich, Heime und Sibich'. dass nachz. 6 die Zeilen und fragestu mich ihles mere, ich sage dir fürbaz an dinere übergangen sind, kann nicht zweifelhaft sein, dagegen wird eineauslassung bei den beiden letzten Strophen nicht anzunehmen sein, dasich in diesen das maß der beiden ersten Strophen nur in umgekehrterOrdnung wiederholt, nur dass die letzte zum abschluss des ganzen alspoinle noch jene zeilen hinzu bekommt.
11, 5 Nib. 353, 1. 2. 356, 3 wiz also der sne, grüene so derkle; swarz alsain ein kol. 6 die comparatice sind hier und 12, 4 falschund nicht zu rechtfertigen, obgleich, wie Uhland bemerkt, in der getspekislr. 15 (Fas. 1, 470. Petersen s. 35) denselben zuschnitt hat. die rich-tige fassung des rätseis gibt noch das Slrafsburger von rettelsch gediehtbl. 8 >b , Bulsch s. 11 nr. 98 (Nürnberger ratbüchlein bl. ll b ): Es stetin dem taw als ein schöne junefraw, isl weiss als der sehne und grünals der klöe, darzuo schwarz als der kol: seint yr weis, yr rals wol.antwort. ein specht der Ladt sich im taw und hot die obbeslimpt farwen.auch wäre z. 4 die Wiederholung von 5, 3 ungeschickt, die comparalivegehören einem andern rätsei an: weidspr. 165 alld. wäld. 3, 138 LieberWeidmann, sag mir an: was ist weisser dann der sebnee, was ist grünerdann der klee, schwarzer dann der rab und kluger dann der jägerknab?A. Das kann ich dir wohl sagen: der tag ist weisser als der Schnee, diesaat grüner daun der klec, die nacht schwärzer als der rab, schone mäd-chen klüger dann der jägerknab. Uhland Volkslieder nr. 3, 3 und wasist weisser dann der sehne, und was ist grüner dann der kle?; 5 dertag isl weisser daun der sehne, das merzenlaub ist grüner dann der kle.vgl. auch zs. 29, 226.
12, 1 davor ergänzt Roediger, weil der reim fehlt, zs. 33, 423Daz du gefraget hast an mir. aber der reim mangelt auch sonst mehrfach,1, 1 wenigstens kaum in folge eines verderbnisses, und fragen wird hiernur mit dem acc. verbunden. 2 dass agelsler ein kurzes a und nicht, wieWackernagel im wb. meint, ein ä hat, beweisen verse wie Freid. 142,21 Ein agelster sprach (des ist niht lanc), und andre, mhd. wb. 1, 12.
5 Uhland erinnert an den eingang des Parzival und meint, es müssedoch auffallen, dass auch das rätsei von der elsler unmittelbar auf dasvom unsicheren gesellen (10, 6) folge, vielleicht habe Wolfram schonein volksmäfsiges gleichnis der arl gekannt, und wenn nicht, so beweisedoch seine vergleichung, dass es der einbildungskrafl nicht zu ferne lag,die bunte elster als fliegendes beispiel zu verwenden (und aufzufassen),•der specht ist bunt, das menschenleben noch bunter' sage ein finnischesSprichwort. 'welche Veränderungen und Verluste das lied erfahren hat, 490
die erhaltenen züge bekunden noch immer ein gesamtbild. mitten innedie beiden felder des hauptgemäldes, auf dem einen der liefe Rhein und