308 XLVIII DAS THADGEMUNDSLIED
5, 3 s. unten zu 11, 6. Svend Vonved bei Vedel nr. 16, 41—47(Grundlvig Danmarks folkeviser 1, 247/".) hvad er hvider end en svane?
Iivad er sorler end il slaa, oc livad er rasker end en raa?
oc livor da findis den höyeste vey? — Englene ere hvidere end en svane.
syndeu er sorlere end it slaa, oc sinden er rasker end en raa.
til paradis gaaer den höyesle vey.
7, 1 'die bedeulsamkeil der liederfragen pßegt im fortgange zuwachsen und so ist die abgehandelte rälselfolge (3—6) das Vorspiel einerzweiten (7 —10), die entschiedener und ernster ihre richlung nach innennimmt' Uhland. vgl. vor 9.
8, 3 nach dieser zeile und wegen mate 7, 5. 8, 5 scheint das ge-dieht alemannisches Ursprungs; vgl. JGrimm ged. auf Friedrich I s. 114;VVGrimm über Freidank s. 74. 6 meisler Irregang {lieders. 2, 311)9 f. von wunden wirt man küene gar: hervart ie müede bar. die epühelaunserer Überlieferung stall zu verstärken schwächen den gedanken abund machen den ausdruck schief. 'dieser rälselgruppe, worin tieferström und hohe minne, wiesengrün und heldenkühnheit das volle kräftigeleben aufleuchten lassen, tritt nun eine andre gegenüber, in der die färbenverblassen, alle lusl und herlichkeil zusammensinkt' Uhland.
9, 3^. weidspruch 68 bei Grimm s. 23, alld. wäld. 3, 125: Sagmir an mein lieber Weidmann: was macht den wald weiss? was machtden wolf greis? was macht den see breit? wober kommt alle klugheit?Das will ich dir wohl sagen schon: das alter macht den wolf greis, dersebnee macht den wald weiss, und das wasser den see breit, vom schonenjungfraulein kommt alle klugheit. vgl. zu 10, 6. 5 vgl. Schilde liehtund wol gemäd udgl. 6 auch hier entstellt das epilheton den gedanken,und von dem andern oder dem andern ist überflüssig, da es sich leichtaus geselle ergänzt, vgl. zu musp. III, 57.
10, 4 s. XXVII, 2, 199. Heinrich vom Türlein 2762 von schuldenist der wolf si) grä: wan swaz er in der werkle tuot, ez si übel oderguol, daz hat man ime doch für arc; Molbech nr. 1893 fordi er kragensaa graa at hun haver saa mangen sorg. vgl. JGrimm Reinh. fuchs s. xxxvund oben zw XXVII, 2, 215. 5 maniger starken wiederum ein falschesepilheton. sonst ist der auflakl dieser Zeilen 3—6 gleichmäfsig über-laden, weil die Sprichwörter keine Verkürzung erlaubten. 6 s. Zeug-nisse und excurse zur deutschen heldensage xvi. xxv zs. 12, 308 ff. 354 f.Uhland erinnert an Dietrichs fl. 9741 Sibeche der unslaele, von dem die
489 ungelriuwen raHe in die werk sint bekomen, als ir dicke habt wolvernomen. schon der epische gebrauch und der epische character Sibechesverlangt für ihn das beiworl ungetriuwe, ebenso sehr der sinn und Zu-sammenhang der stelle, da man unnützen nicht entweicht, 'unnützenhat sich in der hs. offenbar aus der vorhergehenden zeile eingeschlichenGrimm, die Verbesserung bestätigt noch eine aufzeichnung aus dem XVI jh.in Mones anz. 1838, 260 nr. 173: Sag mir Jungfer wis, warum ist derwolf gris? warum ist der wald wis? warum hopt der has? warumgrünt der was? warum ist schild und heim verblichen? warum ist einguot gesell von dem andern gewichen? anlwort. Von aller wirt der