XLV1II DAS TRÄUGEMUNDSLIED 307
Ein vogel on Zungen, der ander saugt seine jungen.das rätsei lässl sich vollständig herstellen mit hilfe der lateinischen Über-setzung bei Gessner de lade et operibus laclariis 1541 bl. 27 b (Reusneraenigmalographia 1599 s. 119) und des deutschen rälsels bei Mone zu 6.auf storch und fledermaus liefs es eule — laeliliam nescit — und biene,dann den krammelsvogel folgen. 6 Gessner vogelbuch bl. xxxxix vomScharben (carba aquaticus frz. cliarbon, ahd. scarba scarua mergus ibisGraff 6, 541, Schmeller 3, 397, Frisch 2, 162 c ): etliche kürsiner be-reitend sein haut, damit die als ein brusltuoch auf den inagen gelegt werde,als ob sy ein kraft zu töuwen in iren habe: dann man sagt dasz diservogel ein ganz starken und wol töuwenden magen habe, darumb mangmeinlicb von einem frässigen menschen sagt, er habe ein seharhenmagen;daher schon Nolker zu ps. 101, 7 (Haltern, s. 359) sämo so pellicauus— den phisiologi (nalüro sägin) zihent daz er nieht des ne ferdiüuue des erfersltndet, nieht mer danne hier in dfsen seuuen diu sedrba, und das Island.Sprichwort bei Jönsson 316 skarfrinn er fugla verstr. eine andere fas-sung dieses rälsels in Kellers erzählungen aus alldeutschen hss. (Stutt-gart 1855) s. 484 aus einer Weimarer hs. = weimarisches jb. 5, 344:Es kamen drey vogel gellogen: der ersle het kain zungen, der ander hetkaiu lungen und der dritte saugt seine jungen. Ein slorch hat — undain taub — so saugt die fledermaus —; Strafsburger von reltelsch gediehtbl. 9 a , ed. Butsch, Slrafsburg 1876, s. 10 nr. 95 (Nürnberger rat-büchlein bl. 11*, Reusner aao. s. 120): Rot, Ritter, zehen vogel gut.der erst under den bot kein muot, der ander hol kein magen, der drittemangelt des kragen, der vierd bof kein zung, der fünft seiigt sein jung,dem sechsten gebrist auch sein gall usw. anlworl. der erst ist dietürtellaub nach abgang yrs gemabels. der ander ein hafaich oder keüz-lein. der drit ein bien. der vierd ein storek. der fünft ein fledermaus.der sechst ein ewl. dasselbe rälsel schwedisch bei Grimm s. 11 undin einer kürzern fassung aus dem XVI jh. bei Mone anz. 1838, 260nr. 174: Rat was ist das: es waren sihen vögel guot, der erst hatkain muot, der ander hat kain pluot, der drilt hat kain zungen, derviert sogt seine jungen, der fünft hat kain gallo, der sechst ist über alle,der sibend ist nüntz dan dryjärig spis: ralstu das so bistu wis; mit derauflösung: il. im. slorch. vledermus. tuh. nacblgall. reckerde (kram-mels-) vogel. vgl. zu 5. heule im Aargau (Rochholz alem. kinder-lied s. 226 nr. 18): 's ist e vogel, de hat keis hluet, en anderer ist,de hat kei muet, en dritter sügt sis eige hluel; endlich als fiebersegenin Kuhns norddeutschen sagen s. 439 nr. 320, wesifäl. sagen 2, 204nr. 578: Die biene (der fuchs) ohne lungen, der slorch ohne zungen,die taube ohne gall hilft für die 77 fieber all; vgl. JWWolfs beitrage zurdeutschen myth. 1, 258 nr. 24. 'zu dieser arl der sammelfrage gehört 4S8in der gelspeki Ottins nur slr. 51' (Fas. 1, 482 f. Petersens Hervarars.s. 41) Uhland. 9 an din ere eine höflichkeitsformel: 'zu seiner ehresagen, um ihm ehre zu bieten, indem er seiner frage steht' Grimm.Bilerolf 5149 ich wil ez mfnem gaste volbringen an sin ere, Rabenschi.876 ez muoz mir nach den kinden an alle mine ere gän.
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