306 XLVIII DAS TRATJGEMUNDSLIEI)
wie denn auch dem sinn nichts mangelt' Grimm, s. zu 10, 6. 21, 1. auchsonst fehlen reime, so 3, 3. 4, 3. 6, 7. 12, 1, und 3, 6 — 8 reimen3 Zeilen. 4 beispiele dieses pleonasmus gab Haupt zum Engelhard
5325 und Neidhard 32, 13 und fügt diesen noch hinzu aus Ulrichs vonTürheim Wh. 132 d in vil maneger liaiule vvise und dem von TrosbergMS. 2, 53 a bluomen maneger hande leic. vgl. Laurin 1018 manegerleie hande spil. auch bei Konrad von der minne 492 (494) ist nachder hs. der Hälzlerin s. 178, 450 in keiner leic wise herzustellen; derpleonasmus war hier die Ursache des verderbnisses in den andern hss.
2, 1 die abschwächung des inclinierlen du, die Harimann, Wolf-ram, Wallher zulassen, ist auch schon einem dichter des XII JA. zuzu-bauen ; wenn nicht überall das praesens herzustellen ist. 3 vgl.Barimanns Gregor 2934 niwan der liimel was sin dach; Willenweilersring 33°, 7 dem nicht enward des hauses gmach, der nam den hymelfür sein lach. 4 Grimm erinnert an den kindersegen guten abend,gute nacht, mit rosen bedacht usw. im wmiderhom anh. s. 68, Sim-rock kinderbuch 1857 nr. 203, schleswigholst, sagen s. 519 nr. 39;vgl. Rochholz alem. kinderlied s. 18S nr. 330; anzeiger für künde desdeutschen millelallers 1833, 74 (XV jh.); 1834, 290 nr. 2: Gol gehewcb (Ich wünschen dir) eine gute nacht, von rosen ein dach usw.; 1838,552 (XVI jh.): von liliengualjen ein pett und von wolgemut ein deck undmit loten rosen wol umbgesleckt; Uhlands volksl. 28, 4. 'das nachi-lager ohne obdach, hinler der dornhecke, wandelt er zum herlichslenum' Uhland. 5 Haupt weist mir aus dem liedersaal 2, 315 zur ver-gleichung nach: 'in eines hübschen knahen wise began ich mine spise,mit maneger hande an hassen wanc'. also sprach meisler Irregaue.
3, 2 Orendel 109—116 (alter dr. 106—113, Borger 103 ff.) dokam ein [armer] wallender man, der wolt zem beilegen grabe gan— erwas genant Tragemunt: im warn 7.wei und sibenzec [künie-] riebe kunt;Oswald 195 Ellm. im kam üf sinen hof gegän ein cdeler bilgrin wol ge-tan, der was geheizen Warmuni: zwei und sihenzec laut warn im kunt;223 Ellm. do sprach der bilgrin Wdrmunt 'zwei und sibenzec lant sintmir wol kunt'; Oswald 41—49 Pfeiff. (zs. 2, 93) alse Öswalt an diezinnen quan, dö sach er komen einen man: ze sinem hove er da gienc.Öswalt in wirdiclicbe enpbienc. er sprach 'lieber bruoder min, wie istder name diu'?' er sprach 'ich heize Tragemunt: elliu lant sint mir wolkunt, zwei und sibenzec zungen'. die meinung, dass es auf der well nur72 völker und sprachen gebe (Wolframs Wh. 73, 7. 101, 22, königTirol HMS. 1, 6, 20) stammt aus dem allerlum und wohl von den Aegyp-tern her, Marx zu Ephorus fr. 7, vgl. über die wellkarte des Auguslus
4S7s. 43 /'. 8 Uhland volksl. nr. 2, 3, 5 (kranzsingen) künnent ir mir
das gesageü, so siillenl ir min rosenkrenzlin binnen tragen, vgl. nr. 3, 3, 7.
4, 4 Konrad Gessner vogelbuch (Zürych 1557) bl. ccxxxi vom ,storchen: er bat ein zungen, welche doch seer kurtz; wiewol etliche sagenddasz er gar kein zungen habe. 5 Gessner vogelbuch bl. Lim b von derfledermaus: dise hat auch diittle, daran sy ire jungen söugt. — von densaugenden lladermeüsen sagend die Teütscben disen reymen: