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2 (1892) Anmerkungen
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XLVII, 4 SEGEN 299

kiinig Karl sanl; der ist dick und oft bewert, wer den alle lag an siehtoder liset, dem mag des tages kain leid wider varn, noch mag mit kainemysen verschniten werden, er mag auch in feur nit verbrinnen, noch in kainemwasser ertrinken, und wer in all lag by im tret, der verdirbet nimmer undmuoz von lag ze tag uf gan an lib und an guot und an ern, und wer in byim hat an sinem ende, des sei kan nimmer verlorn werden, amen, dieselbeUnterschrift findet sich unter einem ganz andern stücke in f, der hs. 5832 desgermanischen museums, s. anzeiget 1854 s. 18; der vollständige kreuz-segen aber in der Tegernseer hs. von 1507, cgm. 821 bl. 202 ab (anz. des 482germ. mus. 1869, 48), mit welcher sowohl das Innsbrucker fragmenl zs.33, 393/'. und eine Zürcher hs. Alem. 16, 233/". als auch cgm. 850bl. 62 ab (zs. 24, 187 f.), in denen auch der passus vom briefe despabsles Leo erscheint, nahe verwanl sind, auf den brief des pabstesan den kaiser bezieht sich ein lateinischer spruch einer Münchner hs.des Xüjh., oben s. 282 zu IV, 7, 4. auch Wagner öslerr. klosterl.2, 362 hat ein sehr nützliches gebet, welches palist Leo seinem hruderKarolo wider seine feinde geschickt hat, und dann einen kreuzsegen; vgl.s. 360 zu IV, 8, 6. nach s. 37 0 aber hat der papsl Karl V ein kräf-tiges gebet zum heiligen kreuz geschickt, und nach dem anz. f. Schweiz,gesch. 1856, 33 rührt der Karl übermittelte brief vom hl. Columban her.aus dem 'geistlichen Schild' (Prag 1647) wird als 'von pabsl Leo demkönig von Yberien gesandt'in der zs. f. d. myth. 4, 135/". dieser reise-segen mitgeteilt (vgl. 11" 3 ff. s. 474, zs. 21, 207. 22, 248/: Germ. 20,439, Tobiass. 48 anm anhang der hs. g des Tobiass. zs. 24, 185).

Also muss ich gesegnet sein

als im kelch der heilige wein,

als in der band das lebendig brod

das Christ den jüngeren zum anllass bot.5 und alle, die mich fast hassen,

müssen alle still mich gehen lassen.

ihr herz sei gegen mir erstorben,

ihr zung sei gegen mir verdorben,

ihr waffen, sie schneiden oder wunden,'o soll sieglos sein und überwunden,

ihr waffen sei von stahl und eisen:

der himmel soll mein schildrand heissen;

ob sie nach mir hauen, werfen und langen,

gottes engel soll sie vor mir auffangen.Wenn nicht alle anzeichen triegen, so fällt die enlslehung unserermeisten christlichen segen in die zeit, wo mit der zweiten hälfte des XI jh.die geistliche dichlung in der Volkssprache einen neuen aufschwung nahmund dann bis gegen den ausgang des XII jh. mit eifer gepflegt wurde,sie traten damals an die stelle der allen, vielfach verkümmerten und ver-wilderten, allillerierenden Sprüche, deren Ursprung größtenteils ins hei-denlum zurückreicht, halten diese auch schon, wie der Wiener hund-segen, der Weingartner reisesegen ua. lehren, frühzeitig christliche Zusätzeoder Umbildung erfahren, so liegt uns doch kein vollständig durchge-