XLVII, 2 SEGEN 279
der heiige Crist, wen Dymaudt besser isl: 'Ich gebite dir worin,
du siest wies adir swarcz, geel adir grüne adir roet, in desir slumll
sieslu in dem pferde loet'. nola, man sal das pferdt nennen, alz is ge-baret ist. darauf folgt Dis ist eyn gulir seyn vor den pirczil. Hörestdu worm yn Heische und in beyne, vornem was das heiige ewangeliummeyne, du seist weis swarcz adir geel, grüne adir roet, der gehütetmyn herre senlhe Job, in desir slunl sieslu in desem pferde toet. i. g. n. a.(vgl. dazu Hoffmanns monatschriß von und für Schlesien 1829 s. 764).die zweite aufzeichnung U aus der Heidelberger hs. 169 bl. 172 inMones anz. 1837, 474 f. nr. 35, welche fast wörtlich in der Wiener hs.2817 bl. 32 c (zs. 27, 310) wiederkehrt: Jop lag uf der erden oder ufdem mist. er ruft zu dem heiligen Crist: 'du in dem himel bisl,du erhörest Jobs gebet, das er mit andacht zu dir dei, in dem mist
zu dir, Krist: vil Lurer ruf (l. iure er rief). der wurm sy
wisz, swarz oder rot, got [durch diu tot] put dir, du hie ligesl tod,
und durch die marler, die got erleid, (do er) an das heilig cruzschreit: die wunden namen ime den lip. got geput dir wurm das
du slirbest in diser stund oder zyt. es bissen uiynen herren sanl Jop
die wurm, der ein was wisz, der ander rol, der drill was swarz:ir wurm, ir sollent ligen tod. dann nr. 36 Wurm in Heisch oder in pein,
was das heilig ewangelig mein: dir pul got das du dich umb kersl;
du syest wisz, swarz oder rot, du ligesl in but noch in Heisch oderin pein. dazu kommt noch E aus der Karlsruher hs. des XV11 jh. beiMone 1837, 462 nr. 8: Der heilig sant Jopp sas auf einem mist. erhuob sich auf gegen unserm lieben herrn Jesus Christ, er sprach 'wiebeissen mich die wurm so übel!' golt sprach 'wie seind sie gefärbt?
seind sie weisz oder schwarz oder rol, so sollen sie alle sein stein-her t und tot.' andre aufzeichnungen, bei Mone 1837, 473 ff. nr. 33aus einer niederrheinischen hs. des XV jh., nr. 37 aus der Ileidelb. hs.169 bl. 200, Hoffmanns monalschrift von und für Schlesien 1829 s. 766aus einer Breslauer hs. des XV jh., anz. des germ. museums 1865, 350aus einer Münchner hs. des XV jh., und in Mones nieder!, volkslüeralurs. 334. 337 (van Bergh woordenboek der ndl. mylh. s. 342 f. 344), gebenden segen in sehr verkürzter geslall, bewahren aber noch den namendes Job und die Schlussformel und zählen zum teil 3 weifse, 3 schwarze,3 rote würmer, wie der meklenburgische segen in KSchillers Her- undkräulerbuch 1, 17 f. und der nd. im nd. korrespondenzbl. 10, 6. ausder Heidelberger hs. 266 führt Bartsch die alld. hss. s. 54 b zweimal(bl. 142°. 143 1 ') den anfang (Sanl) Jop läge in dem mischt an. ganz ver-stümmelt isl was im Wilheringer codex 120 XV jh. bl. 2 b steht Job lägein dem mist vnd rief ze dem hailigen Christ, czu bitten herre got, daz diewurm alle ligen toi (zs. f. d. phil. 17, 217).
Wie verwildert aber auch und zerrüttet die Überlieferung isl, dieJüngern aufzeichnungen lassen doch erst die ursprüngliche gestalt dessegens deutlicher erkennen, fest steht durch ABCDE das erste reimpar:Job lac in miste,er rief üf ze Crisle,