XLVII, 2 SEGEN 277
3) bl. 102—136 XI jh. (bl. 102 a Liber sancti Viti. Prole d. i. des klostersPrül bei Regensburg) Otlohs liber proverbiorum, an dessen schluss bl. 136 aeine hand des XIII jh. folgende teilweise ausradierte und etwas höhervon einer späteren hand sehr fehlerhaft wiederholte verse geschriebenhat: A°we lip vor allem libe wie kundo (o unklar) ich | claz verdinenvmbe got vnd vmbe dicli | daz dv vrowe wnldest neraen mich.
B hs. 1501 (früher 39/59) der Universitätsbibliothek zu Graz ausSLambrechl in Steiermark, XII jh. 8°, enthält in ihrem ersten teil auf69 bl. lateinische gebete einer frau, Diemer gedickte des XI und XII jh.s. xvii. xxx; im zweiten bl. 1—36 a Heinrichs litanei, HHoffmann fdgr.2, 215—237; bl. 36 a —43 b deutsche gebete einer frau in prosa, Diemers. 379—383; bl. 44 a —65 wieder lateinische gebete einer frau; aufbl. 63 b . 64 a den an zwei stellen ausgekratzten deutschen segen. HHoff-mann fundgruben für geschichte deutscher spräche und lilleralur 2 (Breslau1837), 237/". ASchönbach zs. 21 (1877), 413.
4 Haupt verweist mich auf Grieshabers predigten 1, 18 die wurmeüz im -»vielen; vgl. Ruland 235, 23 diu ougen im vergiengen, üz imvielen und WGrimms anm. Job 2, 7 f. Satan percussit Job ulcere pes-simo, a planta pedis usque ad verticem eius; qui lesta saniem radebat,sedens in sterquilinio. 7, 5 induta est caro mea putredine et sordihuspulveris, cutis mea aruit et conlracta est. 17, 14 putredini dixi, pater461meus es; mater mea et soror mea, vermibus.
Magewurm ist sonst nicht belegt, über perzel hat nach dem d. wb.2, 553 f. Weinhold zs. f. d. phil. 1, 22 einiges gesammelt (vgl. anz.des germ. mus. 1872, 190), in manewurm sah Müllenhoff nur ein syno-nymum von härwurm (Frisch 1, 388° f.), wie sie ähnlich in andern segenvorkommen. EMeyer sagen aus Schwaben 2, 520 nr. 464. 465; Aar-gauer besegnungen in der zs. f. d. mylh. 4, 111; GLammerl volksmedicin1869 s. 131 Gott der berr gieng zacker in einen guten (roten) acker
er tat drei furch, er fieng drei wiirm: der erste ist der streit-wurm (neidwurm), der andere der geitwurm (giftwurm; aarg. gniel-wurm), der drille der haarwurm. streitwurm, geitwurm und haar-wurm fahren aus diesem fleischwurm. i. n. g. in der Oberpfalz(Schönwerth 3, 251) nennt man wesentlich nach derselben einleilung denblutwurm, bantwurm, fleischwurm, herzwurm oder fleischwurm, beinwurm,markvvurm (vgl. IV, 5). noch andre würmer ein lat. segen einer Golhaerhs. des XV jh. Germ. 32, 453. Regel Golhaer arzneibuch 1872 s. 2sive sit harworm, sive navelworm, sive berneworm, sive schafwonn, sivequaseworm, sive varn, sive bersel, sive leneworm, sive hesper sive Cancer so-wie ein spruch aus einer Karlsruher hs. des XVII j'/t. in Mones anz. 1837,462 nr. 9 (in älterer fassung, ohne die wurmnamen, aus einer Berlinerhs. des XIV jh. im neuen archiv 10, 193 f., vgl. auch zs. f. Volkskunde1, 203) Wurm, ich beschwer dich hei dem heiligen tagschein, bei demheiigen Sonnenschein, ihr seien schwarz, weiss, gelb oder rot, grau
oder blau; du seiest der sponwurm in den därmen (l. darniwurm), derauswerfent wurm, der fressendig, der gnagendig oder bissendig, der schla-