72 XI DAS LUDWIGSLIED
Umschreibung von dugidi und setzt dies der ags. dugucl, der auserlesenengefolgsmannschaß gleich; aber dann würde tlugiil 100/1/ nicht im pluralstehen [dagegen Kögel an dem unten angeführten ort]. 8 simo dimomimo sind ahd. noch gar nicht nachweisbar; sonst könnte man hiersinemo = stnmo, simo nehmen und brtioder wie vers 20 erbölgän be-tonen, aller 'Wahrscheinlichkeit nach ist also die lieflonige kurze silbein sinemo fälschlich für eine lange gezählt wie häufiger bei Oifrid indem ältesten teile seines werkes. die entscheidenden belege dafür, decarm. Wessof. p. 13 leider unerwähnt, sind 1, 4, 57 ni doli irbölgono(= irbolgano), 1, 5, 6 uuega uuölkono (uuolkano), und von derselbenart sind 1, 3, 27 thie uuarun vutirzelun, 1, 4, 9 kindo zeizero, 49 jufdu manegero, V, 7,4 mit lidin lfehamen, 10 in mir ärmeru, 18 firliazer ftale, 24 mit allen sälidon, 1, 16, 2 joli filn mdnegero, 1, 22, 1so (so PF) er thö uuaril allero, 1, 23, 7 lhaz er thie midnege, 4, 11, 50thaz ein (6in P) ändremo, 4, 12, 13. 5, 10, 23 sah ein zi findremo, anHarlm. 50 giniazan büilero. vielleicht schrieb Oifrid 4, 11. 12. 5, 10andremo statt anderemo, wie F verbesserte, nur aus Unachtsamkeit, dieverse lassen sämtlich bis auf 1, 7, 4 [falls dieser überhaupt hiehergehört und nicht bereits die s. 370 oben besprochene länge des a an-zunehmen ist] dieselbe betonung des letzten worles zu wie 1, 20, 23noli iz ni lesent scn'bara, 2, 14, 57 unsere ältfordoron und wie musp.Ul, 79;und 1, 3, 27. 1, 23, 7 ua. wird man gerne so lesen; aber alle mitalleiniger ausnähme von 1, 22, 1, wenn, die sgnaeresis wegfällt, auch1, 7, 4, wenn man hier die seltsame, zu XXVI, 10 besprochene reim-art gellen lässl, nur so, dass zugleich jedesmal nach einem schwachen,minder'betonten ivort oder auch nach einer lieflonigen silbe (1, 4, 9. anHarlm. 50) die Senkung fehlt; dh. man würde sich in jedem einzelnenfalle ohne not zweier freiheilen bedienen, wo man mit einer, durch 1,4, 57. 1, 5, 6 unzweifelhaft festgestellten vollkommen ausreicht, jeder-mann kann sich daraus den nötigen schluss ziehen und es ist nicht zubesorgen, dass Lachmann über die sache jemals anders geurteilt hat, daer nur nach vollständigster kennlnis und genauer erwägung des materials1832 über ahd. betonung und verskunsl s. 266 versprach, später zuzeigen, dass sich die dichter des neunten Jahrhunderts (Oifrid und derdichter des Ludwigsliedes) die hebung auf einer kürze vor der letztensilbe des verses dennoch, obgleich höchst selten, erlaubt haben, vgl.Scherer zGDS. s. 399 ='^SSO. QF. 1, 74. Vogt beilr. 2, 246. 278.12 auch in einer Verordnung Karlmanns vom j. 884 gegen die imreiche herschende arge Unsicherheit des eigenlums (Dümmler gesch. desoslfränk. reiches 2, 232 = 2 3, 230) wird der einbruch der heiden alseine verdiente göttliche strafe dargestellt und daran die mahnung zuinnerer umkehr geknüpft. 13 Uuurdun steht äxb y.oivov, es ist alsonicht zu inlerpungieren. 20 a imo will Wackernagel wie Lachmann
(speeim. s. 16) ergänzen, aber goll war weder speciell auf den könig,noch auf sein reich als solches erbost, wie die zweite hulbzeile lehrt,und der vers ist unladelhaft. zu den belegen de carm. Wessof. p. 1Bfüge ich noch Oifrid 1, 2, 14 ubar siimmn lioht, 1, 17, 9 thie irkantun