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Über Nikolaus Knüpfer und einige seiner Gemälde, bes. über seine "Jagd nach dem Glück" ... in München und Schwerin
Entstehung
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Bildes fehlen völlig. Das Ganze sieht wie ein Versuch aus, mit Hülfe der MünchenerComposition eine zweite abgeänderte Composition zu schaffen, bei der der Zeichnererlahmte. Auch hier kein Meister wie Elsheimer oder Knüpfer, sondern ein vielgeringerer, der nur langweilige Gesichtstypen zur Verfügung hat.

Ein Vergleich der beglaubigten Dresdener Zeichnung mit der dem Knüpferzugeschriebenen einzigen Zeichnung im Berliner Kupferstich-Kabinet »Odysseus undNausikaa« (s. o. S. 5 und 18) lässt auch diese Zeichnung, die wir früher für acht zuhalten geneigt waren (s. o. S. 18), trotz der Aufschrift, die Anfangs etwas Bestechendeshat, zweifelhaft erscheinen. Im Vordergründe rechts der nackte Odysseus, links, aufetwas höherem Mittelgrunde, Nausikaa mit vier Begleiterinnen, über denen ein grosserSonnenschirm erscheint, der ebenso wie der Wagen und die Pferde, welche weiterzurück angebracht sind, an die Rembrandt'sche Taufe des Kämmerers aus demMorgenlande erinnern. Auf Knüpfer führt nichts weiter als die Angabe des Cornelisde Bie, dass er als Knabe den Odysseus »Die Nausikaa« gezeichnet habe. Dieskönnte irgend Jemand, der nicht erwog, dass die Zeichnung von der Hand einesKnaben und nicht von der eines reiferen Künstlers stamme, dazu veranlasst haben,sie fälschlich mit dem Namen des N. Knüpfer zu versehen.

Fassen wir nun noch einmal das Ergebniss unserer ganzen Darlegung zu-sammen, so ist es folgendes:

Ungefähr zur selben Zeit, als Elsheimer das »Opfer zu Lystra« malte, dasim Städel'schen Institut aufbewahrt wird, malte er auch die »Entführung der Fortunadurch den Merkur« oder die »Jagd der Menschen nach dem Glück« in der Galeriezu Basel. Beide Compositionen sind in so hohem Grade mit einander verwandt,dass unter den Elsheimer'schen Zeichnungen, mit denen die Kritik noch nicht fertigist, mehrere als Vorstudien auf beide Bilder in gleicher Weise bezogen werdenkönnen. Wie Elsheimer auf den Gedanken kam, den Raub der Glücksgöttin durchden Merkur darzustellen, vermögen wir freilich nicht zu sagen. Einen in den Lüftenfliegenden Merkur finden wir u. a. auch auf einem seiner feinsten Bilder in denOffizien in Florenz (Nr. 793), das die zum Tempel wandernden Töchter der Agla'iädarstellt. Vielleicht war es die herrliche Gruppe Raphaels aus dem Märchen desApulejus, die vom Merkur durch die Lüfte getragene Psyche, die sich seiner bemächtigthatte und ihn nicht wieder losliess. Das sei, wie es wolle, das Baseler Bild ist ein

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